21 September 2018 | Meinung & Kommentare

Air Namibia hat nichts verlangt

Vorgestern musste sich das Managementteam der staatlichen Fluggesellschaft Air Namibia vor dem ständigen parlamentarischen Ausschuss für Wirtschaftsfragen verantworten. Statt vager Verteidigung einer parasitären Existenz, hatte sich die Führungsspitze unter der Leitung von Adv. Mandi Samson beispielhaft vorbereitet.

Sie schilderten die Erfolge schlicht und einfach: 17 vorige Jahresabschlüsse und -Berichte haben sie vorgelegt und früh im neuen Jahr will man gänzlich auf Datum sein. Sie haben außerdem alle Zertifikate unter Dach und Fach, die sie benötigen um die Routen fliegen zu dürfen, um die sie sich bemühen.

Genauso sachlich gingen sie den Ursachen auf den Grund, warum die Gesellschaft seit Jahren hinkt. Sie verlassen sich dabei auch auf die Hilfe von Wirtschaftsprüfern und Fachkräften. Einer der Hauptgründe ist die unüberlegte und überhastete Umstrukturierung einer Fluggesellschaft, die sich unbedingt international messen sollte, aber nie entsprechend kapitalisiert worden war. Ein Luxuswagen wurde mit dem Budget eines Kleinwagens in Gang gehalten.

Seit gestern ist aus aller Munde von einer weiteren Ausgabe in Höhe von 3 Milliarden N$ zu hören. Dabei hatte der Oppositionspolitiker Henry Venaani lediglich darauf angedrungen zu wissen, wie viel Geld es kosten würde, wenn Air Namibia sofort seine angemieteten Flieger abzahlen würde? Die Antwort war 2,5 bis 3 Milliarden N$.

Eine Kapitalisierung im Werte von 3 Mill. N$ um Mietverträge vorzeitig abzulösen und die ehemals geleasten Flugzeuge im Vermögensstand der Firmenbilanz aufzunehmen steht im krassen Unterschied zu einem Zuschuss in gleicher Höhe, zur Tilgung der laufenden Ausgaben! Die Manager hatten letzteres überhaupt nicht im Sinn, denn sie sind überzeugt davon, dass sie, wenn sie die Frankfurt-Verluste als Teil ihrer Umkehrstrategie auffangen und die bestehenden Zuschüsse vorerst weiterhin empfangen, der Betrieb bis spätestens 2021 überhaupt keine Zuschüsse mehr braucht.

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