29 Dezember 2014 | Landwirtschaft

Agribank meistert Dürre mit Erfolg

In den vergangenen zehn Monaten konnte die Agribank 50 Prozent mehr Darlehen vergeben und unter dem Landreformprogramm weit über 100 000 Hektar erwerben - und das trotz der Dürre hebt die Kreditanstalt hervor. Gleichzeitig wurden Millionengelder an Dürrehilfe ausgegeben. Der Hauptgeschäftsführer der Agribank, Leonard Iipumbu, bedankte sich bei Personal und der Chefetage: „Diese starke Leistung ist Beweis für den engagierten Einsatz für das Unternehmen und das Land.“ Der aktuelle Bericht bezieht sich auf die Monate Januar bis November 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Wir haben in unserem Kreditbestand enormes Wachstum erlebt, vor allem für den Kauf kommerzieller Farmen und Anleihen für Kleinfarmer“, erklärte Iipumbu kürzlich.So habe die staatliche Kreditanstalt mit genehmigten Darlehen in Höhe von 386 Millionen N$ rund 51 Prozent mehr Kredite vergeben. Der gesamte Kreditbestand der landwirtschaftlichen Bank sei um 21 Prozent auf 2,3 Milliarden N$ angewachsen. „Auch bei den Darlehen im Rahmen des Landreformprogramms (National Land Reform Program, NLRP) hat es ein Wachstum von 125 Prozent auf 157,7 Mio. N$ gegeben, womit 24 Farmen bzw. mehr als 141000 Hektar Land erworben wurden“, so der Hauptgeschäftsführer in seinem Bericht. Ihm zufolge hat sich die Regierung zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 genau 15 Mio. Hektar aufzukaufen, wovon 10 Mio. Hektar in der Verantwortung der Agribank stehen.„In dieser Hinsicht haben wir bis dato 5,8 Mio. Hektar erworben – rund 60 Prozent unseres und knapp 39 Prozent des nationalen Ziels“, erklärt Iipumbu, hebt allerdings hervor, dass der Kauf von nur drei der insgesamt 24 Farmen (24865 Hektar für 24,8 Mio. N$) unter dem sogenannten Affirmative Action Loan Scheme finanziert worden seien; „dieses Darlehensprogramm ist nicht mehr attraktiv genug, da die Landpreise zu hoch sind und ehemals benachteiligte Namibier können sich die Ratenzahlungen nicht mehr leisten“, so der Chef.Laut Iipumbu sind es aber die schwierigen Umstände, unter denen gewirtschaftet wurde, die der Leistung von Agribank Bedeutung verleihen: „Die hiesige Landwirtschaft hatte mit starkem Gegenwind zu kämpfen: es hat eine schwere Dürre gegeben, wiederkehrend sind Seuchen und Krankheiten ausgebrochen und Lebendviehproduzenten hatten gegen Exporteinschränkungen von Seiten Südafrikas zu kämpfen.“ Trotz dieser Herausforderungen, sagt der Chef, habe die Agribank durchgehend gute Ergebnisse vorweisen können.Der Hauptgeschäftsführer verwies auf das Dürrehilfsprogramm der Agribank, das im Jahr 2013 ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieses Hilfsprogrammes habe die landwirtschaftliche Kreditanstalt 142 Kunden mit Geldern in Höhe von 41 Millionen N$ unter die Arme gegriffen. „Der größte Empfänger dieser Maßnahme war die !Aimab Mariental Superfarm“, teilt Iipumbu mit – es seien Arbeitsplätze gerettet und Milchprodukte auf dem Markt gehalten worden. Wie Medien im November berichteten, hat der Molkereibetrieb von Namibia Dairies, einem Tochterunternehmen der Firmengruppe Ohlthaver und List (O&L), insgesamt 19,5 Mio. N$ unter der Dürrehilfe von Agribank erhalten.

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