11 März 2019 | Afrika

Absturz nach wenigen Minuten

Flugzeugkatastrophe in Äthiopien fordert über 150 Tote

Eigentlich gilt die äthiopische Airline als sicher. Sie fliegt viele internationale Ziele an, darunter auch Frankfurt und München. Nun stürzte eine Maschine nur wenige Minuten nach dem Start ab - mit Menschen aus 33 Ländern an Bord. Niemand Überlebte.

Von Deutsche Presse-Agentur, Addis Abeba

Beim Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien sind nach Angaben der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines alle Insassen ums Leben gekommen. An Bord der Boeing 737 waren nach ersten Informationen der Airline 149 Passagiere und 8 Crew-Mitglieder. Via Twitter bestätigte die Airline, dass es keine Überlebenden gebe. Die Unglücksmaschine war am Sonntagmorgen nahe der Hauptstadt Addis Abeba abgestürzt. Die Insassen hätten 33 verschiedene Nationalitäten gehabt, meldete die Airline weiter.

Die Maschine befand sich den Angaben zufolge auf einem Linienflug zwischen Addis Abeba und Kenias Hauptstadt Nairobi. Der Funkkontakt zu der Maschine sei wenige Minuten nach dem Start am Sonntagmorgen abgebrochen, erklärte die Airline. Die Boeing stürzte demnach etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt ab.

Unter den Toten seien 32 Kenianer und 17 Äthiopier, sagte ein Airline-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Angaben zu den Nationalitäten der Opfer waren zunächst nicht bekannt.

Auch die Absturzursache war zunächst unklar. Die Rettungsmaßnahmen liefen noch, meldete die Airline. Via Twitter sprach das Büro des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed den Angehörigen sein Beileid aus.

Ethiopian Airline gilt als zuverlässige Fluggesellschaft. Sie bietet weltweite Verbindungen, auch nach Frankfurt am Main, München, London, New York, Bangkok und Dubai.

Es ist allerdings nicht das erste tödliche Unglück der äthiopischen Fluggesellschaft: Am 25. Januar 2010 stürzte eine Boeing 737-800 der Airline vor der libanesischen Küste ins Mittelmeer, die 90 Insassen starben. Im November 1996 wurde eine Maschine der Airline entführt. Sie war ebenfalls auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi. Die Entführer forderten trotz zu geringer Treibstoffmenge nach Australien geflogen zu werden. Der Kapitän entschloss sich zu einer spektakulären Notwasserung vor den Komoren, um möglichst viele Passagiere zu retten. 125 Insassen starben, rund 50 überlebten.

Gleiche Nachricht

 

Mindestens 17 Tote bei Kämpfen um Weideland im Südsudan...

vor 1 tag - 16 Mai 2019 | Afrika

Juba (dpa) - Bei Kämpfen um Weideland im Südsudan sind nach Behördenangaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Zudem seien bei den Zusammenstößen im Bundesstaat Boma...

Mindestens 17 Tote bei Angriff auf Militärpatrouille im Niger...

vor 1 tag - 16 Mai 2019 | Afrika

Niamey (dpa) - Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im westafrikanischen Niger sind mindestens 17 Soldaten getötet worden. Weitere elf Soldaten galten zunächst noch als...

Militär und Opposition im Sudan einigen sich

vor 2 tagen - 15 Mai 2019 | Afrika

Khartum (dpa) - Im Sudan haben sich das regierende Militär und die Opposition auf eine dreijährige Übergangsphase geeinigt. Zudem soll es einen Legislativrat geben, der...

54 Frauen und Kinder aus Gefangenschaft der Boko Haram...

vor 4 tagen - 13 Mai 2019 | Afrika

Lagos (dpa) – Die nigerianische Armee hat 54 Frauen und Kinder aus den Fängen der islamistischen Terrormiliz Boko Haram befreit. Die Gefangenen seien während eines...

Bewaffnete stürmen Kirche in Burkina Faso

vor 4 tagen - 13 Mai 2019 | Afrika

Dablo/Ouagadougou (dpa) - Bewaffnete haben im westafrikanischen Burkina Faso Zeugenaussagen zufolge eine katholische Kirche gestürmt und dabei sechs Menschen umgebracht. Die Attacke habe sich am...

Wahlsieg der ANC

vor 4 tagen - 13 Mai 2019 | Afrika

Johannesburg (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Südafrika hat die Regierungspartei ANC ihre absolute Mehrheit trotz empfindlicher Verluste verteidigt. Der Stimmenanteil des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC)...

Elefantenexistenz in Gefahr

vor 4 tagen - 13 Mai 2019 | Afrika

Von Deutsche Presse-Agentur, dpaGenfWilderei ist nach Einschätzung von Experten nach wie vor eine große Bedrohung für das langfristige Überleben der Elefanten in Afrika. „Das illegale...

Neuer Angriff in Ebola-Gebiet im Kongo

1 woche her - 09 Mai 2019 | Afrika

Goma (dpa) - Bei einem Angriff auf eine Großstadt im Ost-Kongo sind mindestens acht Kämpfer einer örtlichen Miliz und ein Polizist getötet worden. Die Sicherheitskräfte...

Die liebenswerten Tankwarte von Südafrika

1 woche her - 09 Mai 2019 | Afrika

Jedes Mal wenn ich zum Tanken in meine Stamm-Tankstelle am unteren Ende von Sea Point biege, schallt mir dort der Bariton von Sapho Mangwana und...

Wahl in Südafrika

1 woche her - 08 Mai 2019 | Afrika

Johannesburg (dpa) - Südafrikas Regierungspartei ANC muss bei der Parlamentswahl mit einem Rückschlag rechnen: 25 Jahre nach der Abschaffung des rassistischen Apartheid-Regimes herrscht wegen Korruption,...