29 November 2010 | Wirtschaft

Absicherung - kaum verstanden

Windhoek - Vizefinanzminister Calle Schlettwein hat diese Statistik vergangene Woche zum Jahresdiner der Rückversicherungsgesellschaft NamibRe, geboten.
Neben dem extrem kleinen Anteil der Bevölkerung, der sich gegen Risiken absichern will oder kann, hat Schlettwein auch auf eine Erhebung des Finanzministeriums über die Gebühren im Finanzsektor hingewiesen (User fees and Charges in the Namibian Financial sector). "Die Studie hat unter Anderem gezeigt, dass vergleichbare monatliche Prämien für zum Beispiel Autoversicherungen weit auseinanderklaffen. Die höchste Prämie übertraf die niedrigste Prämie zwischen 45% und 118%, was vom Standort des Fahrzeugs und von der Art der Deckung abhing. Mit anderen Worten, die Kosten der Versicherung sind generell unerschwinglich, insbesondere für Bürger niederen Einkommens."
Schlettwein kommt zu dem Schluss, dass "eine beträchtliche Zahl Fahrzeuge, insbesondere ältere Modelle" ohne Versicherung am Verkehr teilnähmen, wodurch der Risikofaktor für jedermann erhöht werde - "wenn Sie heute Abend nach Hause fahren". Das Risiko erhöht sich auch für die Versicherungsgesellschaft, die einen betroffenen Klienten zu entschädigen hat, der in einen Unfall mit einem nicht versicherten Fahrzeug verwickelt war.
Eine weitere Finanzmarkterhebung (2007 Finscope Survey) hat ergeben, dass Versicherungsangebote weithin unbekannt und unverstanden bleiben. Obwohl immer mehr Bürger finanzielle Dienstleistungen beanspruchten, so Schlettwein, gebe es noch sehr viele Bewohner, die überhaupt keinen Zugriff zu Versicherungsleistungen hätten.
Ferner möchte Schlettwein das Versicherungsangebot auch auf Risiken wie Veldbrand, Dürre und Überschwemmung ausgedehnt sehen (die Versicherungsgesellschaften haben den Einwohnern von Mariental unterhalb der Damm-Mauer des Hardap-Damms nach der zweiten Überflutung der Ortschaft Absicherungsverträge verweigert.)
Der Vizeminister ruft die Versicherungsbranche auf, attraktive Angebote für die Bevölkerungsschichten mit niederem Einkommen, insbesondere im informellen Sektor, auf den Markt zu bringen. Schlettwein kündigte ferner an, dass das Finanzministerium mit Interessenträgern der Finanzbranche eine Finanz-Aufklärungsgruppe (financial literacy group) gegründet habe. "Ich ermutige den Versicherungssektor, sich an diesem kooperativen Bemühen zu beteiligen."
Schlettwein begrüßt die Nachricht, dass der Versicherungssektor das Brancheninstitut (Institute of Insurance) "wiederbeleben" wolle.

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