06 September 2018 | Angeln

5193 Anträge für Fischfangquoten

Esau legt Wert auf namibische Beteiligung - hält Anträge unter Verschluss

Der Fischereiminister erklärt den ersten Schritt zur Vergabe von neuen Fischfangquoten als beendet und duldet keine Ausnahmen. Er betont die Wichtigkeit des Erhalts der bestehenden Investitionen sowie den Schutz des Fischbestandes im Interesse der Nachhaltigkeit. Bis zum 31. Dezember 2018 sollen die Lizenzen vergeben sein.

Von Frank Steffen, Windhoek

Erneut kündigte Fischereiminister Bernhardt gestern an, dass er in der Pflicht stehe, im Interesse der Nachhaltigkeit und daher des Landes, Namibias wertvolle Fisch-Ressource zu schützen. Er zeigte sich erfreut über die Fischlizenz-Anträge, die bis zum 31. August 2018 eingegangen seien.

„Wir haben 5193 Anträge in allen 14 Regionen unseres Landes sowie dem Hauptbüro selbst entgegengenommen. Das ist eine Menge, doch weniger als ich ursprünglich befürchtet hatte“, meinte er an die Presse gewandt. Antragsteller hätten seit Mai dieses Jahres - etwas mehr als drei Monate - Zeit gehabt ihre Anträge vorzubereiten und einzureichen. „Wer es in dieser Zeit nicht auf die Reihe gebracht hat, die Formalitäten abzuhandeln, der hat jetzt Pech gehabt. Ich werde auf keinen Fall Ausnahmen zulassen“, meinte der Minister sehr bestimmt.

Bisher seien keine Anträge geöffnet worden, daher wissen weder er noch seine Kollegen, wer sich um welche Quote oder Sorte Fisch bemüht. „Sämtliche Anträge sind von den Regionalbüros aus in den Wahlurnen, die wir vom Wahlbüro geliehen haben, nach Windhoek gebracht worden und diese sind nun allesamt im Tresor verschlossen. Dort werden sie auch unangetastet bleiben, bis ich die Mitglieder des Sonderausschusses bestimmt habe, der sich mit der Vergabe der Lizenzen befassen wird. Ich will nichts mit diesem weiteren Prozess zu tun haben“, führte Esau aus.

Er hoffe den Ausschuss in den nächsten zwei Wochen im Amt zu bestätigen und dieser soll dann sofort die vollständige Lister aller Anträge in den Medien verkünden. Danach würden alle Anträge laut Fischsorte sortiert und die Anträge gemäß den zutreffenden Verordnungen 92 und 150 ausgewertet. Es könne leider nicht jeder eine Fischfangquote besitzen meinte Esau und betonte, dass der gesunde namibische Fischbestand an erster Stelle mit Nachsicht verwaltet werden müsse.

„Wir müssen diese wertvolle Ressource, die für das Land eine unwahrscheinliche Einnahmequelle darstellt, unbedingt schützen. Dazu gehören auch die bestehenden Investitionen, denn wir sind ein investitionsfreundliches Land - deswegen besucht unser Präsident alle Länder der Welt und lädt Investoren nach Namibia ein“, erklärte der Minister, machte aber keinen Hehl daraus, dass Unternehmen, die den ehemals benachteiligten Teil der Bevölkerung sowie Kirchen und andere gemeinnützige Institutionen bevorteilen, eine Vorzugsstellung einnehmen.

Doch habe das Ministerium dazugelernt. Darum werden Briefkastenfirmen untersucht und jedes Sozialversprechen auf Herz und Nieren untersucht: „Wir sind ein Rechtsstaat und verlangen, dass sich alle nach den Regeln richten!“ Bis spätestens 31. Dezember will der Minister den ganzen Prozess unter Dach und Fach haben. Dann sollen alle Antragsteller wissen, ob ihnen eine Lizenz erteilt wurde und zu welchen Bedingungen: welche Sorte Fisch, Quotenzahl und Zeitspanne.

RegionAnträge

Hardap49

Kunene28

Oshana110

Erongo661

West-Kavango23

Ost-Kavango34

//Karas96

Omaheke25

Omusati27

Oshikoto18

Ohangwena32

Otjozondjupa46

Sambesi31

Khomas1247

MFMR-Hauptbüro2766

Gesamte Anträge5193

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