25 November 2011 | Politik

14 weitere Schädel

Windhoek/Freiburg - Genau 14 Schädel von Menschen der Volksgruppen Herero und Nama werden jetzt an der Universität Freiburg auf die Rückführung nach Namibia vorbereitet. Das erklärte die Hochschule gestern schriftlich. Es wäre die zweite Rückführung von sterblichen Überresten, nachdem Anfang Oktober 20 Schädel der Herero und Nama aus der Universitätsklinik Charité (Berlin) nach Namibia geholt wurden.

Die Schädel im Bestand der Uni Freiburg führt diese auf Eugen Fischer, ein Anatom mit der Ausrichtung Anthropologie, zurück, der im Jahr 1900 Kurator der Alexander-Ecker-Sammlung der Hochschule wurde, die heute ca. 1370 Schädel umfasse. "Unter den ca. 200 afrikanischen Schädeln sind acht als ,Herero' und fünf als ,Hottentotten' bezeichnet", erklärte Prof. Ursula Wittwer-Backofen in der Mitteilung. Fischer selbst sei 1908 zu einer Forschungseise nach Deutsch-Südwestafrika aufgebrochen und habe "mehrere Schädel mit nach Freiburg genommen". Abschließend heißt es, dass "für 14 Schädel eine signifikante Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft aus dem Gebiet des heutigen Namibias angenommen werden" könne.

Das verantwortliche Jugendministerium hatte bereits vor Wochen die Rückführung von der Uni Freiburg angedeutet (AZ berichtete).

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