17 März 2017 | Lokales

111 Millionen für Wassersektor

Größte Herausforderung bleibt Bereitstellung sanitärer Anlagen

Mit insgesamt 32 Millionen Euro hat die Europäische Union (EU) die namibische Regierung im Ausbau der Trinkwasserversorgung und der Bereitstellung sanitärer Anlagen unterstützt. Doch gerade im Bereich der sanitären Versorgung sind noch immer deutliche Defizite zu verzeichnen.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Es sind nun noch einmal 7,84 Millionen Euro (111 Millionen N$), die gestern als letzte Rate im Rahmen eines 2011 initiierten EU-Hilfsprojekts zur Entwicklung des Wasser- und Sanitärsektors von der EU-Botschafterin Jana Hybaskova an den Landwirtschaftsminister John Mutorwa übergeben wurden. Ursprünglich auf 18 Millionen Euro angesetzt, wurde die Summe Mutorwa zufolge schließlich auf 32 Millionen Euro erhöht – ein Zeichen für den dringenden Bedarf im Wasser- und Sanitärsektor, den der Minister bei der Übergabe im Europa-Haus in Windhoek als eine Mischung aus „Erfolgen und Herausforderungen“ beschreibt.

Laut einer Studie des Landwirtschaftsministeriums haben 2015 genau 89 Prozent der ländlichen Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser gehabt. Im städtischen Gebiet sei die Zahl von 93 Prozent (2012) auf 98,3 Prozent (2015) gestiegen, „was fast dem gesetzten Ziel von 100 Prozent entspricht“, erläuterte Botschafterin Hybaskova. Mutorwa erwähnte zudem den Bau des Neckertal-Damms, der zu 61 Prozent abgeschlossen sei, sowie die Verlegung zweier Wasserleitungen von Katima Mulilo nach Ngoma sowie nach Kongola, deren ersten zwei Bauphasen abgeschlossen seien. „Der Zugang zu Wasser und zu sanitären Anlagen bedeutet schlichtweg der Zugang zu Würde“, betonte der Minister und fügte hinzu: „Und diese ist als Menschenrecht in unserer Verfassung verankert.“

In Bezug auf die Bereitstellung sanitärer Anlagen zeigt die Studie jedoch deutliche Defizite. So hätten im Jahr 2015 nur 18,5 Prozent (2003: 14 Prozent) der Bewohner ländlicher Gebiete Zugang zu „besseren Toiletten“ gehabt, während es in Städten 70 Prozent gewesen seien. „Der Fortschritt im Schaffen von Zugang zu Sanitäreinrichtungen ist im Vergleich zu anderen Entwicklungen sehr langsam“, hielt die EU-Botschafterin fest und führte aus, dass es daher deutlich intensiverer Maßnahmen bedürfe. Hierzu würden auch Aufklärungsarbeit und Bildungsprogramme zählen, um den Menschen, vor allem in ländlichen Gebieten, den Umgang mit den Anlagen näherzubringen und auch die notwendige Wertschätzung zu vermitteln.

„Im Rahmen unseres Hilfsprogramms gab es jedes Jahr eine Evaluierung, anhand derer die nächste Summe zur Unterstützung festgelegt wurde“, beschrieb Hybaskova den Projektverlauf und machte auch deutlich, dass aufgrund der Defizite im Sanitärsektor die aktuelle Fördersumme weniger als die möglichen acht Millionen Euro sei. Mutorwa zeigte sich jedoch optimistisch: „Wir hoffen, nach dem aktuellen Projekt erneut eine Vereinbarung mit der EU treffen zu können und mit deren Unterstützung bis 2030 das Ziel eines landesweiten Zugangs zu Trinkwasser und sanitären Anlagen erreichen zu können.“ Und wo ein Wille sei, da sei schließlich auch ein Weg.

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