30 Juni 2020 | Polizei & Gericht

Zwei Mordverdächtige bleiben in Haft

Asiaten beteuern, einen Angestellten aus Notwehr erschossen zu haben

Windhoek/Rundu (NMH/ms) • Die beiden chinesischen Geschäftsleute, die vor 14 Monaten einen ihrer Angestellten erschossen haben sollen, werden voraussichtlich im August eine formale Klageerwiderung abgeben.

Die Angeklagten Xuefeng Chen (30) und Zhenhai Zhou (32) sind vor kurzem vor Magistratsrichterin Sonia Sampofu am Teilzeitgericht in Mukwe erschienen, wo ihr Verfahren auf den 8. August vertagt wurde. Bis dahin soll eine ballistische Untersuchung der Waffe vorliegen, mit der sie angeblich ihren Mitarbeiter erschossen haben.

Die Beschuldigten, die am 17. April 2019 festgenommen wurden und bis zu ihrem nächsten Gerichtstermin in Haft bleiben werden, wird vorgeworfen, ihren Angestellten Muyevu Andreas Haushiku unmittelbar vor ihrem Laden in der Ortschaft Andara (Kavango-Ost-Region) erschossen zu haben. Laut Staatsanwalt soll dem mutmaßlichen Mord ein Streit über die Abfindung des zuvor entlassenen Opfers vorausgegangen sein.

Bei einer Verhandlung ihres Kautionsantrags hatten sie vorgebracht, sie hätten in Notwehr gehandelt, nachdem sie Hau­shiku mit einem Hammer angegriffen habe. Konkret hatte Zhou zu Protokoll gegeben, er habe Haushiku in den Arm schießen wollen, nachdem jener seinen Kollegen Chen mit dem Hammer angegriffen habe. Ihren gescheiterten Kautionsantrag hatten sie unter anderem damit begründet, dass ihre diversen Geschäfte in Kavango-Ost seit ihrer Festnahme große Verluste machten.