20 September 2019 | Finanzen

Weniger EFTs aus Südafrika

Windhoek (cev) – Ab kommendem Montag (23. September) wird der grenzüberschreitende elektronische Zahlungsverkehr eingeschränkt. Denn wie der namibische Interessenverband BAN (Bankers Assocation of Namibia) diese Woche in Windhoek schriftlich mitteilte, werden gewisse südafrikanische Banken ab diesem Stichtag weder Geld per EFT (Electronic Funds Transfer) nach Namibia überweisen noch elektronische Bankzahlungen erhalten können. Davon ausgeschlossen sind nur die folgenden fünf Finanzhäuser: Absa, FirstRand, HSBC, Nedbank und Standard Bank.

Die Entscheidung wurde bereits im vergangenen Jahr von dem Aufsichtskomitee für das Zahlungssystem des Gemeinsamen Währungsgebiets (Common Monetary Area Payment System Oversight Committee, CMA PSOC) getroffen. Das Ziel ist, internationalen Auflagen zum Kampf gegen Geldwäsche gerecht zu werden. „In der Vergangenheit haben sich alle vier CMA-Mitgliedsstaaten ein und dieselbe südafrikanische Infrastruktur geteilt“, so der Bankenverband. „Mit Namclear erhielt Namibia zwar seine eigene Infrastruktur, um elektronische Zahlungen abzuwickeln, durfte bisher aber grenzüberschreitende CMA-Überweisungen weiterhin via Bankserv laufen lassen.“

Doch mit neuen internationalen Bestimmungen wurden die Ansprüche erhöht, die einige südafrikanische Banken nicht erfüllen konnten beziehungsweise wollten. „Daher können Namibier von den nicht teilnehmenden Banken keine EFTs mehr erhalten – künftig wird für Überweisungen eine SWIFT-Transaktion nötig sein“, so die BAN. Dabei handelt es sich unter anderem um Citibank, Capitec Bank, JP Morgan Chase, Bidvest Bank, South African Reserve Bank, Grobank, SASFIN Bank, Mercantile Bank, Tyme Bank und das südafrikanische Postamt.