21 April 2021 | Lokales

Wasserversorgung unterbrochen

Windhoek/Rundu (NMH/sb) • Rundu wird laut Aussagen zahlreicher Einwohner derzeit mit einer Wasserknappheit konfrontiert. Mehrere Stadtteile seien in den vergangenen Tagen nicht mit Wasser versorgt worden. Die Situation soll sich inzwischen so zugespitzt haben, dass besonders die Bewohner aus den informellen Siedlungen Wasser aus dem Okavango beziehen.

Der amtierende Geschäftsführer von Rundu, Sam Nekaro, gab an, dass die derzeitige Infrastruktur des Wassersversorgers NamWater der wachsenden Bevölkerung Rundus nicht mehr gewachsen sei. Diese stamme noch aus der Zeit vor der Unabhängigkeit. Die Einwohnerzahl habe sich jedoch inzwischen von 30 000 auf fast 100 000 Bürger erhöht, die immer noch an dasselbe Wassersystem angeschlossen seien. Die Stadtverwaltung ziehe deshalb nun Bohrungen in Erwägung, um das Problem zu lösen. „Als vorübergehende Maßnahme können wir in Bohrlöcher investieren“, so Nekaro. NamWater versuche indessen eine größere Aufbereitungsanlage zu errichten. Wie lange dies dauern wird, wisse man nicht.

Gleichzeitig sieht sich die Stadtverwaltung laut Nekaro mit der Tatsache konfrontiert, dass nur 4 500 der circa 15 000 angemeldeten Bürger die bezogenen Dienstleistungen bezahlen. „Die Gemeinde verliert dadurch zahlreiche Einnahmen, die wiederum in die Bereitstellung von Dienstleistungen investiert werden könnten“, so Nekaro.