17 Februar 2020 | Kommunikation

WACS-Reparatur dauert noch

Internetverbindung bis Frankfurt ist hergestellt

Swakopmund/Windhoek (er) - Die Reparaturen an dem Unterseeglasfaserkabel WACS, das Namibia mit der Welt verbindet und vor einem Monat beschädigt worden war, sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Das teilte Nomvula Kondombolo-Kambinda, Sprecherin der Telekommunikationsunternehmens Telecom Namibia, jetzt auf AZ-Nachfrage mit.

Es sei bei den Reparaturen allerdings ein beachtlicher Fortschritt erzielt worden, erklärte Kondombolo-Kambinda. Demnach sei die Bruchstelle des Kabels entlang der Afrikanischen Westküste repariert worden. „Das Kabel wurde aber auch nahe London/England beschädigt und diese Reparaturen müssen noch vorgenommen werden“, sagte sie.

Demnach sei Namibia inzwischen teilweise am WACS-Kabel angeschlossen. „Unsere Verbindung bis Frankfurt ist vor mehr als einer Woche hergestellt worden, aber nach London noch nicht“, sagte sie. Wann die Reparaturen dort vorgenommen würden, konnte die Sprecherin nicht sagen, da dies vom Wetter abhängig sei.

Die Reparaturen an dem Unterseekabel Sat-3 würden indes noch andauern. „Wir erwarten, dass alles bis zum Monatsende wieder funktionstüchtig ist“, sagte sie. Obwohl das Sat-3-Kabel nicht in Namibia, sondern in Südafrika ans Land käme, diene dieser Strang als Ausweichmöglichkeit, wenn die Verbindung des WACS-Kabels ausfalle. „Es ist äußerst ungewöhnlich, dass beide Kabel nahezu gleichzeitig beschädigt wurden“, so Kondombolo-Kambinda.

Das WACS-Kabel kommt in Swakopmund an Land und verbindet Namibia mit dem Rest der Welt. WACS sowie Sat-3 wurden am 16. Januar beinahe gleichzeitig beschädigt, woraufhin die Internetverbindungen in einigen Ländern Afrikas mehrere Stunden lang ausfielen (AZ berichtete). „Wir sind noch immer dank der alternativen Brandbreitenkapazität an das Netz der afrikanischen Ostküste angeschlossen“, sagte Kondombolo-Kambinda abschließend.