13 Mai 2019 | Geschichte

Vor 50 Jahren

12. Mai 1969

LÖWE BEI WINDHOEK

Windhoek - In der vergangenen Woche wurde ein Löwe auf einer Farm in der Nähe von Okahandja festgestellt. Während des Wochenendes wurde wahrscheinlich der gleiche Löwe auf der Farm Hoffnung, 16 Meilen von Windhoek entfernt, festgestellt. Ein Beamter der Abteilung Naturschutz der Administration, der mit einem Betäubungsgewehr ausgerüstet war, folgte den Löwenspuren, verlor sie dann jedoch im bergigen Gelände. Die Abteilung Naturschutz bittet die Bevölkerung um unverzügliche Hinweise über das Auftauchen des Löwen. Aufgrund der Spuren im Boden und der Haare, die man an den Zäunen gefunden hat, nimmt man an, dass es sich um einen einzigen Löwen handelt.

ROSH PINAH PRODUZIERT

Pretoria - Iscor gab in Pretoria bekannt, dass die neue Zinkmine in Rosh Pinah in Südwestafrika am Donnerstag mit der Produktion begonnen habe. Rosh Pinah ist das siebte Bergwerk, das Iscor mit Rohmaterial versorgt. Der Zinkabbau in Rosh Pinah wird zu einer Devisenersparnis von sechs Millionen Rand beitragen. Der Zinkgehalt des Erzes liegt bei 5,78 Prozent, In ether AufbereitungsanIage wird eine Trennung in Blei und Zinkkonzentrate vorgenommen.

AUSTRALIENS AKUTER FRAUENMANGEL

Sydney - Wenn bis zur Jahrhundertwende nicht mehr unverheiratete Frauen nach Australian auswandern, so könnte die Bevölkerung sich zu einer Junggesellennation entwickeln. Gegenwärtig befindet sich unter den Personen der Altersgruppe bis zu 45 Jahren ein Überschuss von 405 000 Männern. Die Einwohnerzahl von Australien beträgt etwa 12,5 Millionen. Zusätzlich strömen monatlich etwa tausend männliche Einwanderer nach Australien. Aus diesem Grunde soll das Einwanderungsbüro für eine attraktivere Werbungsgestaltung Australiens sorgen, so dass auch alleinstehende weibliche Personen zu einer Einwanderung angeregt werden.

„QUEEN ELIZABETH II“ AUSGELAUFEN

Southampton - Mit dem „Schiff der Superlative“, der britischen „Queen Elizabeth II“, ist zugleich eine neue Epoche in der Seefahrt eingeleitet worden. Das Auslaufen des 51,6 Millionen-Rand-Luxusdampfers bezeichnet man als das größte Ereignis seit der Mondumrundung von Apollo 9. An Bord befinden sich 1 500 Passagiere sowie 906 Besatzungsmitglieder. Tausende von Schaulustigen waren zu der Abfahrt des „schwimmenden Hotels“ erschienen, dessen Jungfernfahrt es über den Atlantik nach New York führen wird. Im Gegensatz zu ihren beiden Vorgängerinnen, Queen Mary und Queen Elizabeth, beide gegenwärtig in amerikanischem Besitz, wird sich „Queen Elizabeth II“ auf eine halbjährige „Vergnügungsfahrt zur See“ begeben.

Die Jungfernfahrt des 65 000-Tonnen-Schiffes war um vier Monate verzögert worden, da Turbinenschaden entstanden waren. Diese Verzögerung kostete die britische Cunard-Linie etwa fünf Millionen Rand. Die Abfahrt aus Southampton wurde um 15 Minuten verzögert, weil ein anonymer Anrufer die Polizei auf eine vermeintliche Bombengefahr aufmerksam machte. Doch stellte sich heraus, dass ein Spassvogel sich diesen schlechten Scherz geleistet hatte.

BRITE FLOG REKORD

New York - Im Transatlantik-Rennen zwischen London and New York ist ein neuer Weltrekord aufgestellt worden: Leutnant Paul Waterhouse von der britischen Marine legte in der Nacht zum Montag die 5 400 Kilometer lange Strecke in fünf Stunden drei Minuten und 15 Sekunden zurück. Er verbesserte den aus dem Jahre 1955 stammenden, von einem amerikanischen Flugzeug aufgestellten Rekord um 26 Minuten. Der Engländer flog eine Überschallmaschine vom Typ „Phantom“.