29 Juni 2018 | Polizei & Gericht

Vermeintlicher Auftragsschwindel löst Klage aus

Windhoek (ms) – Ein Straßenbau-Projekt spielt selbst nach seiner teilweisen Fertigstellung eine zentrale Rolle in einem Zivilprozess gegen sechs Antragsgegner, von denen eine Ingenieursfirma die Rückzahlung einer angeblich erschlichenen Summe von 530000 N$ verlangt.

Zur Begründung führt die Firma Omaka Mining And Engineering an, sie sei von dem hauptbeklagten Unternehmen Roberto Romario Swart Trading durch Vortäuschung falscher Tatsachen in den Glauben versetzt worden, dass jene den Auftrag für den Bau einer Asphaltstraße von Rosh Pinah nach Oranjemund erhalten habe. Ferner hätten die Antragsgegner versichert, sie würden Omaka als Subunternehmen an dem Straßenprojekt beteiligen, sobald ihnen die Freigabe für den Baubeginn erteilt worden sei.

Laut Antragsteller seien sie von dem als Nebenbeklagten geführten Roberto Romario Swart ersucht worden, ein Gütesicherungs-Zertifikat vorzufinanzieren, das seinem Unternehmen die vor Baubeginn notwendige Projekt-Kompetenz bescheinigen würde. Daraufhin habe Omaka den Beklagten wie vereinbart 530000 N$ überwiesen, die jene vor dem 30. Mai 2017 hätten zurückzahlen sollen.

Seitdem sei jedoch deutlich geworden, dass Roberto Romario Swart Trading weder die notwendige Bescheinigung, noch den Auftrag für den Straßenbau erhalten, sondern dies nur vorgegeben habe. Die Beklagten hätten Omaka also in betrügerischer Absicht zur Zahlung der 530000 N$ verleitet und das Geld bisher nicht zurückgezahlt, weshalb sie dazu durch eine richterliche Verfügung verpflichtet werden müssen.