20 Mrz 2017 | Tourismus

Unterstützung aus allen sozialen Schichten

Selbst Bewohner informeller Siedlungen in und um Lüderitzbucht haben die Stadt bereits beim vergangenen Wettbewerb Stadt des Jahres mit ihrer Stimmabgabe unterstützt. Ist dem Gewinner des Südens damit dieses Mal der Sieg im Finale sicher? Denn auch Konkurrent Swakopmund rührt ordentlich die Werbetrommel.

Die Küstenstadt Lüderitzbucht lässt keine Chance aus, auf den Wettbewerb Namibias Stadt des Jahres (NTY) aufmerksam zu machen und die Menschen von sich zu überzeugen. „Wir werden zum Beispiel den Harders-Cup am kommenden Wochenende als Werbeplattform nutzen”, erläutert Aunie Gideon, Stadtdirektor von Lüderitzbucht. Zudem seien Werbekampagnen in der Hauptstadt der //Kharas-Region Keetmanshoop geplant, bei denen auch verschiedene Bildungseinrichtungen besucht werden sollen. Von den Stadtbewohnern selbst hat Gideon keine Bedenken, nicht nahezu jede Stimme zu erhalten. „Die Buchter sind komplett begeistert von dem Wettbewerb, selbst Bewohner informeller Siedlungen haben bereits im Finale des vergangenen Jahres für uns gestimmt“, schwärmt die Stadtdirektorin und fügt hinzu: „Deshalb schätzen wir unsere Chancen auf den diesmaligen Sieg auf nahezu 100 Prozent ein.“

Swakopmund, die Gewinnerstadt des Westens, zeigt sich diesbezüglich bescheidener. „Wir hoffen auf das Beste“, erläutert Ailie Gebhardt, Kommunikationsbeauftrage der Swakopmunder Stadtverwaltung. Dabei wird jedoch nicht nur gebangt, sondern auch tatkräftig die Werbetrommel gerührt. So gebe es nicht nur Kampagnen in sozialen Netzwerken, sondern auch im Radio, im Newsletter des Stadtrates sowie Poster, die auf den Wettbewerb aufmerksam machen würden. Die Küstenstadt könnte dabei auch von den Touristen profitieren. „Wir waren immer das wichtigste Touristenziel Namibias“, so Gebhardt, weshalb dieser Sektor neben der Minen-Industrie der wichtigste der Stadt sei. Dabei sei bereits so viel in den Tourismus investiert worden, dass aktuell kein weiterer Ausbau des Gastgewerbes geplant sei.

Über große Beliebtheit wird sich auch in Lüderitzbucht gefreut. „Im Dezember 2016 hatten wir mehr Besucher als im Jahr zuvor“, erläutert Gideon, die in diesem Zusammenhang allerdings von einem größeren Bedarf an Unterkünften spricht. Deshalb sei der Ort in den vergangenen fünf Jahren bereits mit einigen Bed & Breakfast- und Selbstverpflegungs-Unterkünften aufgerüstet worden. Tourismus sei in dieser Stadt neben dem Fischerei- und Minensektoren einer der größten Arbeitgeber - und Lüderitzbucht sowieso das beliebteste Touristenziel der gesamten Region.

Wer tatsächlich das Rennen macht, wird im Rahmen der diesjährigen Tourism Expo Ende Mai entschieden. Dann kann landesweit für den jeweiligen Favoriten gestimmt werden. Neben Lüderitzbucht und Swakopmund haben es in diesem Jahr auch Otjiwarongo und Ondangwa in die Endrunde geschafft.

Nina Cerezo