17 Juni 2020 | Lokales

Stiller Protest gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung

Windhoek (ms) - Parallel zu den Demonstrationen gegen Rassismus in den USA hat die Gruppierung „Independent youth activists of Namibia“ gestern in Windhoek an vier strategischen Stellen einen stillen Protest gegen Diskriminierung, geschlechterspezifische Gewalt und Übergriffe der Polizei veranstaltet. Im Rahmen der Kundgebung vor dem Justizministerium wurde eine Petition überreicht in der anlässlich des gestern begangenen Tages des afrikanischen Kindes dringende Maßnahmen gegen Gewalt in Namibia gefordert werden.

Der Bittschrift zufolge wurde die Demonstration durch den vor kurzem begangenen Mord an dem aus Simbabwe stammenden Händler Hlaisanani Zhou ausgelöst (AZ berichtete). Ferner fühlen sich die Teilnehmer der Kundgebung durch die Debatte um den sogenannten Galgen in Henties Bay und die einige rassistische Entgleisungen bestätigt, die zuletzt auf sozialen Medien veröffentlicht wurden (AZ berichtete).

Darüber hinaus richtet sich der Protest gegen angebliche Polizeigewalt in Namibia, die laut Petition bereits sechs Menschen das Leben gekostet habe. Ferner prangern die Demonstranten die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Kinder an und fordert härtere Strafen gegen die Täter. Außerdem verlangen die Unterzeichner der Bittschrift die „Abschaffung sämtlicher kolonialen Gesetze und Monumente“ und eine Bewusstmachungskampagne über das Ausmaß und die Folgen geschlechterspezifischer Gewalt im Lande