18 September 2019 | Polizei & Gericht

Sinco Fishing versucht vergeblich, Schiffsverkauf zu verhindern

Windhoek (ms) • Das namibische Unternehmen Sinco Fishing ist bei dem Versuch gescheitert, den Verkauf eines Schiffes juristisch abzuwenden, in das es 280 Millionen N$ investiert hat und an deren Eigentümer es zu 42 Prozent beteiligt war.

Ein entsprechender Eilantrag wurde am Montag von Richterin Hannelie Prinsloo verworfen, die ihre Begründung für das Urteil zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen will. Die Klage richtete sich gegen vier Antragsgegner, darunter die Firma Heinaste Investments, die Eigentümer des gleichnamigen Fischtrawlers ist und das isländische Unternehmen Esja Holding, an der Sinco Fishing aufgrund eines Joint Venture mit dem Unternehmen Samherji HF beteiligt ist.

Die Kläger hatten dem isländischen Partner vorgeworfen, die Joint-Venture-Abmachung ohne ihr Wissen geändert und sie damit für ein Darlehen des Unternehmens Esja Mauritius haftbar gemacht, bzw. das gemeinsam erworbene Schiff im Werte von 400 Millionen N$ als Sicherheit für den Kredit instrumentalisiert zu haben. Ferner hatte sie den Beklagten unterstellt, sie durch Vortäuschung falscher Tatsachen und entgegen tatsächlicher Gegebenheiten in den Glauben versetzt zu haben, dass Einnahmen aus Fischfangquoten zur Tilgung des Kredits verwendet würden, der zwecks Kaufs des Trawlers Heinaste aufgenommen wurde.

Demnach hatte Sinco zu verhindern versucht, dass das Schiff an angeblich bereits identifizierte Käufer veräußert wird, um den ausstehenden Kredit zu bedienen.

Die Vereinbarung mit den isländischen Partnern wurde im Jahre 2013 geschlossen. Damals hatte die Regierung namibischen Fischereiunternehmen nahegelegt, sich mit ausländischen Unternehmen zusammenzuschließen und gemeinsam um Fischfang-Quoten zu bemühen.