24 Mrz 2016 | Leserpost

Siedler außen vor

Betr.: „Geschichtsverständnis aus dogmatischer Sicht“ / Buchrezension (AZ, 17. März 2016)

Eine Internetanfrage zum Thema Kolonialkrieg Deutsch- Südwest führt zu einer lesenswerten Wikipedia-Seite mit Überschrift: „Völkermord an Nama und Herero“. Die Opferzahlen werden dort beziffert mit 75000 bis 95000 Menschen. Untermauert wird die Aussage durch etliche Literaturverweise. Soviel zu den „unreflektierten und phantasierten“ Zahlen des Wissenschaftlers Kössler. Es sind nicht einige „Dogmatiker“ oder „Kirchenfürsten“, die da von einem Genozid sprechen; in der ganzen Welt wird das so gesehen, nur nicht von den Deutschen in Namibia. Woher eigentlich diese Halsstarrigkeit (Kössler)? Wer will denn eigentlich was von den deutschen Siedlern? Verantwortlich für diese Massaker war die damalige deutsche Reichsregierung und ist heute, in Rechtsfolge, die BRD.

Martin Hübl, Heidelberg