10 Juli 2019 | Sport

Samba Boys repräsentieren Namibia

Windhoeks African Stars FC starten bei der afrikanischen Champions League

Nach gegenteiligen Gerüchten scheint nun klar: Die African Stars aus Windhoek werden in der kommenden afrikanischen Champions League an den Start gehen. Der Meister African Blacks hatte zuvor auf seine Teilnahme verzichtet.

Jan Christoph Freybott/Nampa

Windhoek

Die Zweitplatzierten der vergangenen Namibia Premiere League Saison, African Stars FC, wird Namibia in der kommenden afrikanischen Champions League vertreten. Das bestätigte der Vorsitzende des Clubs, Patrick Kauta, am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Nampa. Der Qualifizierungsplatz war demnach vakant geworden, nachdem der namibische Meister Black Africa (BA) bekannt gegeben hatte, nicht an dem Turnier teilzunehmen.

„Ich habe den Leiter des Wettbewerbs letzte Woche beim Afrika Cup in Ägypten in Kenntnis gesetzt“, bestätigte Kauta. „Sie wissen, dass wir Namibia vertreten werden“. Zudem habe Kauta bereits die Bestätigung des Afrikanischen Fußball-Verbands (CAF) erhalten. Darüber hinaus gab Kauta an, dass die Vorbereitung für die Saison am vergangenen Dienstag starten solle und dass der Club sich weiter personell verstärken möchte.

Bereits im vergangenen Jahr war der African Stars FC, auch bekannt als die Samba Boys, für Namibia an den Start gegangen und in Runde zwei an den südafrikanischen Orlando Pirates gescheitert.

Auf den sozialen Netzwerken herrschte zuvor Verunsicherung darüber, welcher Club Namibia vertreten würde. Gerüchte kursierten, nach denen doch die Black Africans in der Champions League auflaufen sollten. Browny Mutrifa, Vorsitzender des Meisters Black Africa, sowie Harald Füller, Geschäftsführer der Premier League, bestätigten hingegen die Version Kautas.

„Für uns als BA ist die Teilnahme an einem solchen Turnier ein kostspieliges Unterfangen“, erklärte Mutrifa. „Wir haben die Premiere League deshalb darüber informiert, dass wir nicht an der Champions League teilnehmen werden“. Woher die Gerüchte mit gegenteiliger Behauptung kommen, wisse er nicht. Füller fügte hinzu, dass die einzige Teilnahmebestätigung die von den African Stars FC sei.

Die afrikanische Champions League wird am 9. Und 10. August beginnen; insgesamt sollen bei der kontinentalen Meisterschaft 33 afrikanische Teams ins Rennen gehen. Für die Mannschaft um den Kapitän der Brave Warriors, Ronald Ketjijere, wird das Turnier mit einer K.o.-Phase mit Hin- und Rückspiel beginnen, ehe die übrigen Mannschaften in zwei Gruppen à vier Teams gelost werden.

Der Sieger der vergangenen Champions League-Saison ist derweil immer noch nicht ermittelt. Nach einem 1:1 im Hinspiel zwischen Esperance Tunis und dem marokkanischen Club Wydad Casablanca wurde das Rückspiel in der 59. Minute beim Stand von 1:0 für Tunis abgebrochen; die marokkanischen Spieler weigerten sich infolge einer Panne beim Videobeweis, das Spiel fortzuführen. Nach Streitigkeiten über die Wiederholung des Rückspiels ist derzeit unklar, ob überhaupt noch ein Champion gekürt wird.