05 Oktober 2018 | Lokales

Rundu scheut keine Kosten bei Aufräumaktion

Windhoek/Rundu (Nampa/cev) – Mit einem Finanzaufwand in Höhe von 30 Millionen N$ will der Stadtrat von Rundu die Ortschaft sauber halten. Die Bürgermeisterin Verna Sinimbo hatte bereits vor zwei Jahren einen entsprechenden Antrag gestellt, der vergangene Woche gutgeheißen wurde, wie sie am Mittwoch auf Nachfrage erklärte.

Der „Operation Clean-Up Rundu“ getaufte Aufräumaktionsplan erstrecke sich über drei Finanzjahre (2018/19, 2019/20 und 2020/12) und soll insgesamt mehr als 19500 Grundstücke bedienen. „Die Müllbeseitigung ist eine sehr wichtige Aufgabe“, erklärte die Bürgermeisterin, die so vor allem Infektionen vorbeugen will. „Offen herumliegender Abfall führt leider oft dazu, dass bedürftige Menschen den Unrat nach Essbarem und anderen verwertbaren Materialien durchforsten“, so Sinimbo.

Der Plan sieht ein jährliches Budget in Höhe von 10 Mio. N$ vor, wovon ein Löwenanteil für Kraft- bzw. Nutzfahrzeuge ausgegeben werde. Im ersten Finanzjahr werde für 500000 N$ ein Berater beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Abfallwirtschaft durchzuführen. Zudem soll ein Abfallsammelfahrzeug angeschafft werden, wofür der Stadtrat jährlich zwei Mio. N$ zur Seite lege. Außerdem sei für den Erwerb zweier Frontlader eine Summe von zwei Mio. N$ über zwei Jahre veranschlagt worden, während für Anschaffung einer Planierraupe weitere drei Mio. N$ vorgesehen seien.

Ferner plane die Stadt Rundu, 1000 (rollende) Mülltonnen, 20 Absetzmulden, ein Anhänger und 1000 montierbare Abfalleimer für rund eine Mio. N$ anzuschaffen. Indes soll eine entsprechende Aufklärungskampagne 70000 N$ kosten und u.a. Gemeindetreffen, Radiosendungen und schulische Hygieneaktionen beinhalten. Zudem sollen regelmäßig, immer am letzten Wochenende des Monats, sogenannte Home Clean-Up Drives stattfinden, was durch umfangreichere Aufräumaktionen ergänzt werde, die einmal alle drei Monate stattfinden würden.

Indes soll der umfangreiche Aktionsplan für Rundus Abfallwirtschaft auch Missetäter verstärkt zur Verantwortung ziehen. So beabsichtige der Stadtrat auch die Verordnung zu ändern, um die städtische Verschmutzung härter bestrafen zu können.