01 Juli 2021 | Leserpost

ReconAfrica

Betr.: Ölvorkommen sind „imaginär“ (28.06)

Es ist immer wieder erschreckend zu lesen, wie dubiose Firmen und deren Machenschaften imstande sind, der Börse eine gewinnbringende Anlagenform vorzugaukeln. Dazu braucht es lediglich eine als kriminell zu bezeichnende Energie, eine bestechliche Verwaltungsebene und Medien, die sich durch Anzeigenschaltungen korrumpieren lassen. Man gaukelt so eine Wertschöpfung vor, die nie einen Kapitalrückfluss der Investoren zur Folge haben und volkswirtschaftlich ein Desaster sind. Ganz zu schweigen von den ökologischen Folgen, die unwiederbringlich Flora und Fauna zerstören. Letztendlich dient das ganze Manöver doch nur dazu, einigen Wenigen etliche Millionen auf das eigene Konto zu spülen und das unter dem Deckmantel der Legalität und unter der Obhut einer korrupten Clique. Wie lange dürfen sich Finanzhaie noch derartige Raubzüge erlauben, ohne empfindliche Folgen befürchten zu müssen? Wie lange kann sich eine Regierung noch an der Macht halten, ohne die nächste Wahl zu befürchten? Wie lange kann sich eine einflussreiche Clique noch durch Korruption bereichern, ohne rechtliche Folgen zu befürchten? Ich bin immer wieder erfreut zu lesen, dass und wie die AZ sich damit auseinandersetzt und versucht, eine sachdienliche Diskussion zu entfachen.

Gerd Mathias Lugge

Deutschland