15 April 2021 | Leserpost

Rassismuskeule

Betr.: „Impfstoff-Apartheid“ (08.04)

Im Zweifelsfalle Rassismus! Vor einiger Zeit, als die Corona-Impfstoffe entwickelt wurden, hat man wie üblich weltweit Freiwillige gesucht, um Wirkstoffe zu testen. Dabei wurden Junge und Alte, Frauen und Männer, Europäer, Asiaten, Nord- und Südamerikaner aber auch Afrikaner gesucht, die sich bereit erklären als Probanden den neuen Impfstoff zu testen.

Auf Facebook konnte man vor einiger Zeit schwarze Namibier sehen, die sich im Sessel sitzend vor laufender Kamera lautstark beschwerten, dass man Schwarzafrikaner ausnutzen würde, um den Wirkstoff zu erproben. Mit dem Tenor, das sei Rassismus. Dafür seien die Schwarzen gut. Offensichtlich haben dann auch die Chinesen darauf verzichtet, weiter nach Probanden in Namibia zu suchen.

Jetzt, wo der Wirkstoff erprobt und Impfdosen weltweit angewendet werden sollen, geht das Wehklagen weiter. Man bekomme keinen Impfstoff. Hage Geingob beschwert sich lautstark, das sei Impfstoff-Apartheid, wenn man nicht zügig beliefert werde. Zusammenfassung: Zuerst aus dem Sessel lautstark Beschwerde führen, wenn man einen eigenen Beitrag zur Lösung des Pandemieproblems leisten soll. Dann, wenn der Impfstoff entwickelt ist, lamentieren, dass man keine Impfstoffspenden erhält bzw. Impfstoff verspätet erhält, obwohl man zahlt. So einfach ist das, für alles ist die Rassismuskeule gut.

Viele Grüße aus Essen

Gert Kuner