04 August 2021 | Gesundheit

Pfizer BioNTech weit erforscht

Der Impfstoff Pfizer BioNTech wurde im Umfeld der zugelassenen Impfstoffe bisher am ausführlichsten erforscht. Das erste Land, das Studien zur Wirksamkeit in realem Umfeld veröffentlichte, war Israel im Frühjahr 2021, nachdem von Januar bis April Daten gesammelt worden waren. Unabhängig von der oben dargelegten WHO-Datenaufbereitung können die Erkenntnisse einer israelischen Effektivitätsstudie (thematisiert von Gareth Iacobucci, BMJ, Journal for Medical Case Reports) zitiert werden: Sieben Tage nach einer zweiten Dosis bot der Impfstoff allen Personen über 16 Jahren einen Schutz von 95,3 Prozent gegen eine Infektion, einen Schutz von 97,2 Prozent gegen Krankenhauseinweisungen, einen Schutz von 97,5 Prozent gegen schwere Verläufe im Krankenhaus und einen Schutz von 96,7 Prozent vor dem Sterbefall. Das BMJ verweist außerdem auf eine Studie der Universität in Washington, aus der hervorgeht, dass die Wirksamkeit des mRNA-basierten Imfpstoffs über die erwarteten sechs Monate hinausgeht. Dasselbe gilt für den zweiten mRNA-Impfstoff Moderna.

Wie alle RNA-Viren ist auch SARS-CoV-2 mutationsanfällig. Es wurden zahlreiche Virusvarianten nachgewiesen, einige davon scheinen die Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 und möglicherweise auch die Immunreaktionen zu beeinflussen. Beachtung finden die Virusmutationen Alpha (erstmals in Großbritannien), Beta (erstmals in Südafrika), Gamma (erstmals in Brasilien) und Delta (erstmals in Indien). Weitere Varianten stehen unter Beobachtung, so das Robert-Koch-Institut. Vergleiche ausführlicher Studien zur tatsächlichen Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Varianten hat die World Health Organization (WHO) bis zum Redaktionsschluss noch nicht aufgegriffen.