29 Januar 2019 | Polizei & Gericht

Pädophiler will ärztliche Hilfe

Windhoek (ms) – Dem Verfahren gegen einen geständigen Pädophilen aus Südafrika droht eine längere Verzögerung, weil der Angeklagte nach eigenen Angaben unter chronischen Rückenproblemen leidet und dringend eine Operation benötigt.

Wie der Beschuldigte Marthinus Pretorius (48) gestern bei einer weiteren Vorverhandlung vor Vize-Gerichtspräsident Hosea Angula zu Protokoll gab, werde er aufgrund der körperlichen Beeinträchtigung während seines Verfahrens nicht lange sitzen oder stehen können und sich in den kommenden Monaten einer Operation unterziehen müssen.

Da er weder ein ärztliches Attest vorlegen, noch seine angebliche Erkrankung belegen konnte, ordnete Angula die Vernehmung des stellvertretenden Gefängnisleiters Tuhafeni Hangula an. Dieser soll sich zu den vermeintlichen Beschwerden des Häftlings äußern, wenn dessen Verfahren am 5. Februar fortgesetzt wird.

Pretorius hatte sich vor drei Monaten in einer von Verteidiger Zagrys Grobler verlesenen Klageerwiderung in sechs von insgesamt elf Anklagepunkten schuldig bekannt. Dabei räumte er ein, im Jahre 2012 an sechs verschiedenen Gelegenheiten in Swakopmund mit den damals minderjährigen Mädchen D. und M. gegen Bezahlung sexuell verkehrt und sich damit der Vergewaltigung schuldig gemacht zu haben, weil die Kinder noch nicht volljährig gewesen seien (AZ berichtete).