24 Mai 2019 | Bildung

PDM: Regierung lässt Studenten „im Stich“

Geldmangel bei Studentenfonds NSFAF – Opposition: Regierende Partei hat versagt

Windhoek (cev) – Weil der Studienfonds NSFAF (Namibia Student Financial Assistance Fund) wegen Geldmangels aus rund 15000 nur 3000 Studenten finanziell unterstützen kann, wirft die politische Opposition der Regierung vor, namibische Studenten im Stich zu lassen. „Die Wahlen stehen von der Tür und es ist unglaublich wichtig, dass die Menschen für politische Kandidaten stimmen, denen das Interesse der jungen Bevölkerung am Herzen liegt“, erklärte die Partei PDM (Popular Democratic Movement) am Mittwoch schriftlich in Windhoek.

„Die regierende SWAPO-Partei hat viele Versprechen gemacht – eines davon war erschwingliche und freie Bildung“, betont die PDM Vizepräsidentin Jennifer van den Heever in der schriftlichen Stellungnahme. Ihr zufolge hat die politische Führung des Landes allerdings versäumt, vernünftige Prioritäten zu setzen: Der erste Fehler sei der 200 Millionen Namibia-Dollar teure Neubau des NSFAF-Hauptsitzes in Windhoek gewesen. „Zweitens wurde der Traum von Präsident Hage Geingob nicht verwirklicht, alle ‚Studiendarlehen in Förderzuschüsse umzuwandeln‘“, betonte van den Heever, die sich für Namibia ein finanziell abgesichertes Bildungssystem wünscht, damit „keine Studenten auf der Straße sitzen müssen“.

Der finanzielle Studienfonds hatte zu Beginn der Woche mitgeteilt, dass er von den insgesamt 15087 Studenten, die sich im laufenden Jahr für eine finanzielle Unterstützung qualifizieren, nur 2925 Studierende tragen könne. „Im aktuellen Finanzjahr hat der NSFAF ein Budget von 1,138 Milliarden N$ erhalten, was einen Fehlbetrag von 641 Millionen N$ ergibt“, so die PDM.