31 Juli 2013 | Verkehr & Transport

Partnerschaft mit Kenia

Air Namibias Geschäftsführerin Theopoltina „Theo“ Namases und der Betriebsleiter von Kenya Airways, Mbuvi Ngunze, unterschrieben gestern ein Partnerschaftsabkommen, welches die beiden Fluglinien berechtigt unter eigener Kode Buchungen bei sich und dem Partner durchzuführen. „Wir buchen bereits gegenseitig auf unseren Flügen und die Systeme sind funktionstüchtig. Die Partnerschaft bedeutet, das Air Namibia unter seiner Kode (SW) Buchungen auf Flügen der kenianischen Fluglinie vornehmen kann und Kenya Airways unter seiner Kode (KQ) auf Air Namibia-Flügen buchen kann“, sagte Namases. Das Abkommen bedeute, dass Air Namibia seinen Kunden einen weltweiten Dienst durch ein erweitertes Netzwerk an Anschlussflügen liefern kann. Da zukünftig auf zahlreichen Routen eine Kode benutzt werde, sei es für den Fluggast einfacher sein Ziel zu erreichen. So könne ein Passagier nun von Windhoek über Lusaka nach Nairobi fliegen und dabei zwei Fluglinien unter einer Kode nutzen. „Dies ist der erste Schritt in Richtung direkter Flüge zwischen den beiden Ländern, zwischen Windhoek und Nairobi und zudem zum Vorteil unserer Kunden, die anschließend in zahlreiche weitere Ziele reisen können“, sagte Ngunze. Kenya Airways sei 1996 privatisiert worden und sei in Partnerschaft mit GOK und KLM getreten. „Wir fliegen 45 Ziele in Afrika an und elf weitere in Europa, dem Mittleren und Fernen Osten. Im Jahr 2021 wollen wir 115 Destinationen in Afrika und dem Rest der Welt verbinden“, sagte der Betriebsleiter von Kenya Airways. Im Augenblick habe die kenianische Fluggesellschaft 44 Flugzeuge-Embraer, Boeing 737, 767 und 777. In den nächsten eineinhalb Jahren werde das Unternehmen drei Boeing 777-300 ER, neun Dreamliner und vier neue Boeing 737 anschaffen und die alternden 767 abstoßen. Bis zum Jahr 2021 sollen im Dienst von Kenya Airways 107 Passagierflugzeuge und zwölf Frachtflugzeuge stehen. „Die Erweiterung der Fluglinie in Form von Destinationen, Flugzeugen und Passagierzahlen ist jedoch nicht ohne die Unterstützung der Regierung möglich, die die nötige Infrastruktur liefern muss. Wir können nicht einen Haufen Flugzeuge besitzen und zahlreiche Passagiere befördern, wenn wir keinen Flughafen haben um dort zu landen und die Fluggäste schnell und effizient abzufertigen“, sagte Ngunze. Afrikanische Fluggesellschaften müssen sich gegen starke und große Fluglinien aus Europa und dem Mittleren Osten behaupten. „Zusammenarbeit, in Partnerschaft und als Mannschaft, ist für uns wichtig, denn die Tage in denen wir es allein konnten, sind vorbei“, sagte Namases. Von Dirk Heinrich, Windhoek