07 November 2019 | Politik

Opposition kritisiert Itula

Windhoek (NMH/ste) • Die Präsidentschafts-Kandidaten reagierten erstaunt sowie erbost über den Vorschlag seitens des unabhängigen Kandidaten, Panduleni Itula, sich als Kandidaten aus der Wahl zurückzuziehen. Itula hatte den restlichen Kandidaten vorgeschlagen, den Wahlkampf ihm und dem derzeitigen Staatsoberhaupt Hage Geingob zu überlassen: „Ich kämpfe gegen Ungerechtigkeit in der Swapo und Ungerechtigkeit in Namibia – die Schuld trägt der Staatschef.“

Mike Kavekotora von der Rally for Democracy and Progress (RDP) wollte wissen, warum Itula Swapo-Mitglied geblieben sei, wenn er die Partei jetzt so vehement kritisiere? „Dies ist eine Wiederholung dessen, was überall passiert, wenn die Freiheitsparteien – siehe Simbabwe – plötzlich an Unterstützung verlieren“, erklärte Kavekotora, die restlichen Kandidaten würden das abgekartete Spiel der Swapo durchschauen. Bernardus Swartbooi (Landless People's Movement - LPM) vermisst auch die überzeugende Kritik an der Swapo-Partei.

McHenry Venaani, Chef der amtlichen Oppositionspartei Popular Democratic Movement (PDM), winkte die Argumente Itulas als „oberflächlich und schwach“ ab. Itula habe inzwischen erkannt, dass er keine wirkliche Unterstützung genieße und nur frustrierte Swapo-Mitläufer überzeugen könne.