15 Juli 2021 | Bildung

NSFAF verteidigt Finanzierungskriterien

Windhoek (Nampa/sb) - Der stellvertretende Geschäftsführer des Namibischen Studentenfinanzierungsfonds (Namibia Students Financial Assistance Fund, NSFAF), Kennedy Kandume, hat die Entscheidung des Fonds verteidigt, einigen Studenten keine Studiendarlehen zu gewähren, obwohl sie die Finanzierungsanforderungen erfüllen. NSFAF hatte kürzlich bekanntgegeben, dass von den 17 394 in Frage kommenden Antragstellern nur 16 185 gefördert würden (AZ berichtete). Einige Studentenvereinigungen hatte darauf ihre Enttäuschung über dieses Vorgehen zum Ausdruck gebracht.

Laut Kandume kann er die Niedergeschlagenheit der Studenten verstehen, allerdings gebe es verschiedene Gründe für eine Antragsablehnung, selbst wenn die Schüler die 12 Klasse mit 25 Punkten abgeschlossen hätten. So spiele beispielsweise die Höhe des Einkommens der Eltern eine wichtige Rolle, da ein gewisses Grundeinkommen eine Finanzierung teilweise nicht rechtfertige. „Einige Studenten wurden zudem schon einmal von NSFAF gefördert, und weil sie keine Arbeit finden, entscheiden sie sich für ein zweites Studium in einem anderen Fachbereich und wollen wieder gefördert werden“, so Kandume. Die Finanzierung sei jedoch für bedürftige Studenten gedacht.

Die Namibische Studenten Vereinigung (Student Union of Namibia, SUN), und die Namibische Studentenorganisation (NANSO) gaben indessen an, dass sie den Fonds und das Ministerium für Höhere Bildung aufgefordert hätten, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken und entsprechende Mittel für weitere Studenten zur Verfügung zu stellen. „NSFAF muss klare Gründe für die Ablehnung eines Antrags auf einen Studienkredit angeben. Diejenigen, die grundlos abgelehnt wurden, sollten unbedingt für eine Förderung in Betracht gezogen werden”, hieß es ferner.