30 November 2010 | Polizei & Gericht

Neue Bußgelder auf Eis gelegt

Windhoek - Der vom Justizministerium erstellte neue Bußgeldkatalog für Verkehrsdelikte wird nicht wie geplant am Mittwoch in Kraft treten. Die stark erhöhten Geldstrafen sind somit zunächst auf Eis gelegt. Marx Hibandwa, Sprecher der Windhoeker Stadtpolizei, sagte dazu gestern auf AZ-Nachfrage: "Eigentlich sollten die neuen Geldstrafen ab dem 1. Dezember gültig sein, aber wir schaffen es nicht bis dahin."

Hibandwa erklärte weiter, dass die Bußgelder aufgrund von "Ungereimtheiten" zunächst nicht eingeführt werden könnten. "Wir möchten die Öffentlichkeit nicht verwirren, daher wollen wir keine Frist festlegen, wann diese Strafen in Kraft treten werden", so der Polizeisprecher. Ob die Bußgelder noch vor der Ferienzeit eingeführt werden, wollte Hibandwa nicht kommentieren.

Die neuen Bußgelder können zum teuren Spaß werden. Gewisse Strafen wurden vervierfacht. So kann man wegen Fahrens ohne Sicherheitsgurt oder Benutzens eines Mobilfunktelefons während der Fahrt mit einer Strafe von 2000 N$ rechnen. Missachtet man ein Stopp-Schild oder eine auf Rot stehende Ampel, wird man sogar mit 1500 und 3000 N$ belangt. Für überhöhte Geschwindigkeit sind Bußgelder zwischen 500 und 3500 N$ fällig. Nicht angeschnallte Kinder im Auto kosten 1000 N$. Rücksichtsloses und fahrlässiges Fahren können jeweils mit 4000 und 2000 N$ bestraft werden. Das Fahren eines nicht verkehrstauglichen Wagens kann ebenfalls mit einer 2000-N$-Strafe geahndet werden.