29 Dezember 2009 | Branche

Namibia für Naturschutz gewürdigt

Windhoek - Die renommierte Reisezeitschrift Travel & Leisure hat Namibia für seine Bemühungen im Bereich Naturschutz gewürdigt und damit vor allem der Namibian Association of CBNRM Support Organisations (NACSO) eine große Ehre erwiesen.
Wie der Pressesprecher der NACSO, Helge Denker, mitgeteilt hat, geht die Anerkennung auf einen Besuch von Vertretern der so genannten Grassland Foundation zurück, die in Nebraska ansässig ist und nach "innovativen Möglichkeiten" sucht, das menschliche Bedürfnis nach neuem Siedlungsraum mit dem Erhalt natürlicher Landschaften zu verbinden. Die Stiftung, die eng mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) zusammenarbeitet, hat seit 2007 bereits mehrere Forschungsreisen nach Namibia organisiert, deren Teilnehmer sich hier über das CBNRM-Programm (Community Base Natural Ressource Management) informiert haben, das ländliche Gemeinden in den Umweltschutz einbeziehen soll.

Der letzte dieser Besuche fand im Juni 2009 statt und führte eine Delegation amerikanischer Farmer nach Namibia, die sich über einen Zeitraum von zehn Tagen mit Vertretern aus dem Landwirtschafts-, Tourismus- und Jagdsektor beraten hat. Die Bedeutung dieses Austauschs wurde mit der Auszeichnung der Zeitschrift Travel & Leisure nun offiziell anerkannt, deren US-Auflage über eine Million pro Ausgabe beträgt und die im Oktober die Grassland Foundation als eine von 17 Preisträgern für ihr Engagement im Naturschutz-Bereich ausgezeichnet hat.

Dass sich die Grassland-Stiftung ihrerseits an dem CBNRM-Projekt in Namibia orientiert, ist Denker zufolge ein Beleg dafür, welch hohen internationalen Stellenwert das Programm genießt. Abgesehen von der Bestätigung durch Organisationen wie die Grassland-Stiftung werde dies auch daran deutlich, dass sich die Wildbestände seit Einführung des CBNRM-Programms hierzulande deutlich erholt hätten und sowohl in kommunalen Hegegebieten, wie auch auf kommerziellem Farmland vermehrt seltene Wildarten wie schwarze Nashörner ausgewildert würden.

Dies sei vor allem der weitsichtigen Entscheidung des Ministeriums für Umwelt und Tourismus zu verdanken, ländlichen Gemeinden erweiterte Nutzungsrechte über die natürlichen Ressourcen in registrierten Hegegebieten zu übertragen. Damit habe das Wild einen wirtschaftlichen Wert erhalten, der es schützenswert mache und wesentlich zur Bestandserhaltung beitrage.

Nach Darstellung von Denker sind vergleichbare Erfolgsgeschichten im Rest der Welt selten. Vor diesem Hintergrund könne Namibia zu Recht beanspruchen, im Bereich des Naturschutzes eine führende Rolle einzunehmen, an der sich andere Länder ein Beispiel nehmen könnten. Dies gelte auch für den Rest Afrikas, wo die Habitat-Zerstörung in weiten Teilen des Kontinents ungebremst voranschreite und die Wildbestände kontinuierlich schrumpfen würden.