26 Juli 2021 | Sport

Namibia auf die Weltkarte gesetzt

Trotz guten Anfängen konnten weder Looser noch de Lange ihr Rennen in Tokio beenden

Windhoek/Tokio (rm) - Die olympischen Straßenradrennen waren für die beiden Starter aus Namibia sprichwörtliche Berg- und Talfahrten. Nicht nur das es auf dem Kurs vor den Toren Tokios und rund um den Fuji-Berg auf der Strecke auf und ab ging - auch persönlich erging es Vera Looser und Tristan de Lange so. Beide hatten stark begonnen, konnten ihre Rennen aber nicht beenden.

In der Anfangsphase des Rennens setzte sich de Lange, eigentlich Mountainbiker, ab und fuhr einige Kilometer vorne weg.

„Gegen Leute von diesem Kaliber bin ich noch nie gefahren und dann auch noch bei einem Straßenrennen. Es hat Spaß gemacht und ich konnte Namibia wenigstens kurzzeitig auf die Weltkarte setzen. Ich würde gerne wiederkommen und dann dichter ans Ziel”, sagte er hinterher. Der Sieg ging an Richard Carapaz Montengro (Ecuador), Silber holte Wout van Aert (Belgien) und Bronze der Tour-Gesamtsieger von 2020 und 2021 Tadej Pogacar (Slowenien).

Bei den Frauen gewann überraschen die Österreicherin Anna Kiesenhofer vor Annemiek Van Vleuten (Niederlande) und Elisa Longo Borghini (Italien). Die Namibierin Vera Looser gehörte anfangs zu einer Spitzengruppe , wurde aber im Laufe des Rennens durchgereicht und schied aus.