08 September 2021 | Polizei & Gericht

Nachtleben der beiden Amerikaner im Fokus

Heckmair-Prozess: Weitere Verzögerungen lassen Prozess nur langsam voranschreiten

Windhoek (kk/sno) - In Mordprozess um den vor knapp zehn Jahren in Windhoek ermordeten Andre Heckmair führten von fünf vorgesehenen Prozesstagen in der vergangenen Woche nur zwei zu Anhörungen von Zeugen. An beiden Tagen ging es um die Liebeleien der beiden Amerikaner Marcus Thomas und Kevan Townsend. An den anderen drei Tagen waren die Rechtsvertreter der beiden Angeklagten krank oder ließen sich krankschreiben. Während am Dienstag die Zeugenaussage von Lelanie Plaatjies und ihrer Freundin Roxy Shaw zur Silvesterzeit 2010/11 angehört wurden (AZ berichtete), saß am Freitag Patricia Oweses im Zeugenstand. Hatten die beiden vorherigen Frauen am Dienstag vehement abstritten, mit den beiden Amerikanern geschlafen und dafür Bezahlung erhalten haben sollten, gestand Oweses das Gegenteil. Sie sagte aus, mit einem der Mordverdächtigen sexuell aktiv gewesen zu sein, und das an zwei unterschiedlichen Tagen. Beide Male hatte Thomas ihr Geld gegeben, wobei sie abstritt, dass das Geld für Liebesdienste gewesen sei.

Townsends ließ am Dienstag nach der Aussage von Plaatjies durch seinen Rechtsanwalt Mbanga Siyomuinji verlauten, dass er mit Plaatjies und Shaw einen flotten Dreier gehabt habe. Beide Frauen stritten dies jedoch energisch ab.

Oweses konnte auch mehr Klarheit wegen dem Durcheinander mit den beinahe identischen Mobiltelefonnummern von Thomas und Townsend schaffen. Sie sagte aus, dass die Mobilfunknummer, welche mit 4153 endet, von Marcus Thomas gebraucht worden sei. Damit bewahrheitete sich die Aussage von Plaatjies, die am Dienstag meinte, die 4154-Nummer gehöre Townsend.