05 November 2020 | Landwirtschaft

MKS im Norden nicht eingedämmt

Rundu/Windhoek (Nampa/sb) - Die Maul- und Klauenseuche (MKS) in den Regionen Kavango-Ost und Kavango-West ist noch nicht eingedämmt, da erneut Fälle verzeichnet wurden. Dies teilte Dr. Kenneth Shoombe, der Veterinärbeamter des Landwirtschaftsministeriums, der für den Norden und Nordosten der Region zuständig ist, am Montag mit.

Laut Shoombe ging das Ministerium davon aus, dass das Direktorat der Veterinärdienste (DVS) den Ausbruch eingedämmt habe, nun jedoch erneut Tiere an der Seuche erkrankt seien. „Wir haben Fälle westlich der Kavango-Ost- sowie in der Kavango-West- Region verzeichnet, die uns nun veranlasst haben, die beiden Regionen zu schließen, da Kavango-West an die Regionen Ohangwena und Oshikoto grenzt“, so Shoombe.

Der MKS-Ausbruch wurde erstmals am 28. September im Dorf Hoha im Ndiyona-Wahlbezirk in der Kavango-Ost-Region entdeckt. Zwei neue Fälle wurden am 30. Oktober in den Dörfern Nkata und Kaguni im Kapako- Bezirk in der Region Kavango-West gemeldet, während ein weiterer Fall in derselben Region in Sivara festgestellt wurde. Shoombe zufolge seien die ersten Fälle entlang des Flussufers verzeichnet worden. Die Seuche sei nun jedoch anscheinend weiter landeinwärts ausgebrochen, wobei es keine Verbindungen zu dem ursprünglichen Ort des Ausbruchs gebe.

Das DVS hat ein Moratorium für den Transport von Tieren und Tierprodukten aus den beiden Regionen verhängt, die nun auch nicht mehr in die übrigen nördlichen Kommunalgebiete in den Regionen Ohangwena, Oshikoto, Omusati, Oshana und Kunene überführt werden dürfen.

„Um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen, werden derzeit Impfungen in Hochrisikogebieten durchgeführt“, so Shoombe. Bisher seien dafür 19 Teams des Ministeriums in der Kavango-Ost-Region mit Unterstützung von Beamten aus den Regionen Oshana, Omusati und Kunene eingesetzt worden, während weitere zehn Teams mit der Impfung in Kavango-West beginnen sollen, um die Routineimpfung zu ergänzen, die bereits im August abgeschlossen wurde.

Bislang wurde die Seuche in jeweils drei Dörfern in der Kavango-Ost-Region und in der Region Kavango-West festgestellt, die alle zu der MKS-Schutzzone gehören.