03 Mai 2019 | Bildung

Ministerium dementiert Fehlplanung

Windhoek (ms) • Das Erziehungsministerium hat mit „Schock und Bestürzung“ auf den angeblich „irreführenden“ Bericht einer Zeitung reagiert, wonach im eigenen Haushalt kein Geld für Schulbücher veranschlagt worden sei.

In einer gestern veröffentlichten Presseerklärung bezeichnet die zuständige Direktorin Sanet Steenkamp den Presseartikel als „bewussten Versuch, die Regierung zu diskreditieren und ihrem Ruf zu schaden“. Im Gegensatz zu der Darstellung der Zeitung sei das Ministerium nicht nachlässig gewesen, sondern habe im Rahmen einer Änderung des Lehrplans in den vergangenen vier Jahren bereits die neuen Textbücher angeschafft, die aufgrund der schrittweise eingeführten Reform erforderlich geworden seien.

So sei allein im vergangenen Jahr ein Betrag von insgesamt 82 Millionen N$ dafür aufgewendet worden, neue Textbücher für Schüler der Klassen 9 und 10 zu erwerben und in den 14 Regionen des Landes zu verteilen. Da die zehnte Klasse im Zuge der Lehrplanänderung nun über zwei Jahre absolviert werde, seien auch 2018/19 über 27 Millionen N$ für die Anschaffung und Verteilung von Textbüchern für Zehntklässler reserviert worden.

Da diese Information problemlos hätte erfragt werden können, geht Steenkamp davon aus, dass der Bericht „wie viele andere auch“ primär zum Ziel gehabt habe, die Bemühungen des Ministeriums zu sabotieren und durch stark subjektive Darstellungen gleichzeitig Zweifel

an der Kompetenz der Verantwortlichen zu wecken.