27 November 2019 | Politik

Militär reagiert auf Drohungen gegen Geingob

Windhoek (bw) - Anonyme Drohungen in sozialen Medien gegen Namibias Staatsoberhaupt und angebliche Aufrufe „Chaos und Bürgerkrieg zu verursachen“ haben die namibischen Streitkräfte veranlasst, während der heutigen Wahl, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen und nationale Schlüsselpunkte sowie die Einwohner zu schützen. Das teilte Generalmajor Josua Namhindo gestern Mittag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in ,,Bastion 1“ - dem Hauptquartier der Namibia Defence Force (NDF) - mit.

„Die NDF hat mit großer Besorgnis einige Aufrufe zur Anstiftung von Gewalt, Mord, Chaos und Bürgerkrieg seitens Einzelner sowie Gruppen in den sozialen Medien zur Kenntnis genommen“, sagte Namhindo in Anwesenheit hochrangiger Offiziere. „Diese gefährlichen Unterstellungen sollen wohl die Wähler einschüchtern, die nationale Einheit und den Zusammenhalt zerstören, Groll gegen Führungskräfte, insbesondere [gegen] das Staatsoberhaupt verursachen und der Öffentlichkeit während der Wahlen und der Zeit danach, Angst machen“, teilte Generalmajor Namhindo mit.

Die NDF, als Garant der nationalen Sicherheit habe die Alarmbereitschaft erhöht. Namibias jetzige Regierung werde nicht durch die Wahlen aufgelöst, sondern bleibe bis zum 21. März 2020 im Amt, so der Generalmajor. Keine Fragen wurden gestattet, doch führte die AZ kurz darauf ein Telefongespräch mit dem NDF-Chef, Flugmarschall Martin Pinehas, laut dem die anonymen Drohungen und Aufrufe im Namen einiger Präsidentschaftskandidaten gemacht worden seien. „Bis jetzt hat keine dieser politischen Parteien oder der Präsidentschaftskandidaten sich von diesen Aufrufen distanziert“, sagte Pinehas.

Bereits am Sonntag hatte der Exekutivdirektor der Nationalen Gesellschaft für Menschenrechte (NGfM) Phil ya Nangoloh in einer längeren Presseerklärung auf diese Aufrufe aufmerksam gemacht.