29 Februar 2008 | Lokales

Mehrwertsteuer für MTC-Karten

Windhoek - MTC hat nicht - wie die namibische Telecom - die Zahlung der am 1. Februar für mobile Telekommunikation eingeführten Mehrwertsteuer auf die eigenen Schultern genommen. "Unsere Kundenbasis bewegt sich in ganz anderen Größenordnungen", erklärte der Leiter der Kommunikationsabteilung von Mobile Telecommunications LTD, Albertus Aochamub auf AZ-Nachfrage. MTC habe 818000 Kunden, wovon 91% die pre paid-Variante in Anspruch nähmen. Der Konkurrenz-Mobilfunkanbieter Cell One habe etwa 80000 Kunden, erläutert Aochamub.

Im Gegensatz dazu habe die Telecom "26 000 Kunden für die Optionen Switch und Flexi Call." Der Verlust durch die Zahlung der 15%-igen Mehrwertsteuer für die Telecom sei daher klein und könne aus ihrer eigenen Tasche getragen werden. (AZ berichtete)

Mobilfunk solle so viele Menschen wie möglich erreichen, er solle eigentlich den Armen helfen, hieß es. "Die Regierung will mehr Steuern einnehmen und sucht sich dabei die leichtesten Opfer". Angebrachter wäre es gewesen, den Steuereinzug von jenen, die eigentlich zahlen müssten, sich aber gekonnt darum drücken, effektiver durchzusetzen, schlägt der Pressesprecher vor.

Im April 2007 habe das Finanzministerium die Telecom und andere Anbieter über die Absicht informiert, die Besteuerungsregeln für Telefonkarten (pre paid airtime) zu ändern. Bislang seien pre paid-Karten von der Mehrwertsteuer ausgenommen gewesen. Seit dem 1. Februar wird auch auf pre-paid-Telefonkarten jeglicher Art Mehrwertsteuer erhoben.