21 Januar 2021 | Bildung

Lehrplan wird komprimiert

Neuregistrierung für nicht erfasste Schüler erforderlich

Das Bildungsministerium verringert das Lernpensum und führt eine Zeit der Vorbereitung für Grundschüler und eine Nachbearbeitungsphase für Oberstufenschüler ein. Kinder, die im vergangenen Jahr nicht an ihre Schulen zurückgekehrt sind, müssen sich indessen erneut anmelden.

Von NMH und Steffi Balzar, Windhoek

Das Bildungsministerium hat den Inhalt des nationalen Lehrplans auf 70 Prozent komprimiert und eine Einführungsphase festgelegt, die in diesem Monat mit der Öffnung der Schulen beginnt. Diese beinhaltet unter anderem eine Vorbereitungsphase von vier bis acht Wochen für die Primarstufe sowie ein Nachholprogramm für die Sekundarstufe. Laut der Vize-Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Edda Bohn, wurden Kinder, die im vergangenen Jahr keine Vorschulprogramme oder Vorschulklassen besuchen konnten, trotzdem in die erste Klasse aufgenommen. In der Sekundarstufe ist ein Aufholprogramm Teil des Unterrichts, um laut Bohn den im vergangenen Jahr möglicherweise versäumten Stoff nachzuholen.

Die Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Sanet Steenkamp, gab unterdessen an, dass nur Schüler, die im vergangenen Jahr nicht erfasst werden konnten, nicht in die nächste Klasse versetzt wurden. Bohn ergänzte, dass alle Schüler, die im vergangenen Jahr nicht zur Schule zurückgekehrt seien, sich erneut anmelden müssten. „Alle Schüler müssen zum Unterricht zurückkehren und an der entsprechenden Schule registriert sein. Sollten Probleme mit dem Präsenzunterricht auftreten, sollte dies der Schule gemeldet werden.“ Es gebe eine bestimmte Vorgehensweise, damit diese Schüler wieder an den Schulen aufgenommen werden könnten. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für die Schüler der Klasse Elf und Zwölf des vergangenen Jahres betreffend sagte Steenkamp indessen, dass die Auswertung und Benotung der relevanten Prüfungen bereits abgeschlossen sei. Ihr zufolge prüft das Ministerium derzeit eine Veröffentlichung der Ergebnisse in der ersten Februarwoche.

In Bezug auf Online-Unterricht als eine Alternative zum traditionellen Unterricht gab Steenkamp an, dass der gemischte Ansatz zwischen dem Einsatz von Online-Unterricht und der Nutzung von Printmedien, um Unterrichtseinheiten zu veröffentlichen, im vergangenen Jahr an Privatschulen zu 80 Prozent erfolgreich gewesen sei. Im Gegensatz zu den Staatsschulen, wo der Online-Unterricht aufgrund mangelnder Internetverbindungen an nur 50 Prozent der Einrichtungen durchgeführt werden konnte. Steenkamp betonte, dass das Ministerium in diesem Jahr „stark“ in formelle Online-Bildung investieren werde, insbesondere für Einstiegsklassen der Grund- und Oberstufen. „Wir werden sicherstellen, dass den Lehrern die notwendige Ausrüstung zur Verfügung steht“, sagte sie.