15 Januar 2021 | Politik

Kritik an Swapo - Komplott vermutet

NMH/jl - Windhoek

Mitglieder des Frauenrats der SWAPO-Partei (SPWC) behaupten, die jüngsten Beschwerden über den Gouverneur der Kavango-Ost-Region, Bonifatius Wakudumo seien Teil eines angeblichen Komplotts, um die Swapo aus ihrer nordöstlichen Hochburg zu vertreiben.

Dies steht in einer Petition, die von einer Gruppe von Wakudumos Anhänger an Präsident Hage Geingob gerichtet und von Ludwig Thikusho, Regionaldirektor von Kavango-Ost, entgegengenommen wurde.

Die Gruppe verurteilte in dem Schriftstück die Forderungen einiger Anti-Wakudumo-Demonstranten, die am 29. Dezember 2020 durch die Straßen Rundus marschierten und die Absetzung des Gouverneurs forderten. Dieser hatte den in China geborenen Charlie Min Xie zu einem seiner 20 Berater für die Entwicklung der Region ernannt. Im Dezember 2020 hatte Wakumudo die Entscheidung allerdings bereits widerrufen und sich für seine Entscheidung entschuldigt.

Seine Unterstützer behaupten nun, die Demonstrationen seien Teil einer Kampagne gegen die SWAPO.

„Nach unserer Ansicht basiert die Forderung zum Rücktritt unseres Gouverneurs auf einem persönlichen Rachefeldzug und ist politisch motiviert“, so der Wortlaut der Petition.

Weiter wird behauptet, die Gegner Wakudumos seien nicht gegen die Ernennung Xies zum Berater, sondern grundsätzlich gegen die Ernennung Wakudumos zum Regionalgouverneur und somit gegen die SWAPO selbst. Außerdem forderten sie in dem an Geingob adressierten Schreiben, die Behauptungen untersuchen zu lassen, nach denen Mitglieder der SWAPO an den Protesten gegen Wakudumo beteiligt gewesen sein sollen.