30 Juni 2020 | Politik

Katastrophenmanagement wird jetzt akut

Namibische Premierministerin soll Risiken erwägen und aus der Vergangenheit lernen

Während der achten Kabinettssitzung des Jahres, berieten sich die Minister über den Bericht zur Umsetzung der Empfehlungen für die Kapazitätsbewertung des nationalen Katastrophen-Risikomanagementplanes für Namibia. Die Planung untersteht der Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila, die die Empfehlungen und den Aktionsplan vorlegte, die als Teil der sogenannten Capacity Assessment Disaster Risk Initiative (CADRI) festgehalten werden.

Das Kabinett wies das Amt der Premierministerin an, eine Multi-Risikobewertung durchzuführen und entsprechende Standardabläufe (Standard Operating Procedures, SOPs) zu formulieren, damit der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Interessenträgern zügig abgewickelt werden kann. Ein entsprechender Lehrplan soll ferner erstellt werden.

Es geht hierbei um die Zusammenarbeit aller relevanten Parteien, die unter der Leitung der Premierministerin das nationale Katastrophenrisiko erfassen sowie ein Managementbewusstsein und eine Kommunikationsstrategie entwickeln sollen. Sämtliche Staatsabteilungen und -Agenturen sowie Ministerien wurden angewiesen, nicht nur die Zusammenarbeit zu gewährleisten, sondern auch entsprechende Haushaltsmaßnahmen zu ergreifen.

Das Amt der Premierministerin soll nicht zuletzt eine zentrale Datenbank einrichten, damit historische Katastrophen, die sich in Namibia zugetragen haben, systematisch erfasst, bewertet und aufgezeichnet, und danach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.