29 Mai 2019 |

Kampf gegen häusliche Gewalt

Swakopmund (er) - Generalstaatsanklägerin Martha Imalwa will bis zum Jahr 2022 die namibische Gesellschaft von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) - genauer gesagt Gewalt gegen Frauen und Kinder - befreit sehen. Das sagte sie am Montag dieser Woche anlässlich der Eröffnung eines fünftägigen Workshops zu diesem Thema in Swakopmund.

An dem Workshop nehmen Interessenträger aus dem ganzen Land teil - darunter Staatsanwälte, Sozialarbeiter und Psychologen. Ziel der Zusammenkunft ist, es diesen Beamten beizubringen, wie sie die geschädigten Opfer oder Zeugen, die in Fällen der häuslichen Gewalt vor Gericht aussagen sollen, behutsam auf diesen Gerichtsauftritt vorbereiten können.

„Wenn wir bis zum Jahr 2022 durch bestehende Initiativen die Gesellschaft nicht von geschlechtsspezifischer Gewalt befreien können, sollten wir sorgen, dass bis dahin alle Personen, die sich eines solchen Vergehens schuldig machen, verurteilt sind und sich hinter Gitter befinden“, forderte Imalwa zu Beginn des Workshops. Sie rief alle Namibier auf, diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen, da das Ausmaß der Gewalt „furchterregend“ sei.

„Staatsankläger dürfen niemals der namibischen Gemeinschaft den Dienst verweigern, vor allem in Fällen der häuslichen Gewalt“, forderte sie ferner und fügte kurz hinzu: „Auch wenn Ihr nicht immer das verdiente Lob erhält.“