08 April 2021 | Politik

„Ich habe nichts falsch gemacht“

Swakopmund/Windhoek (er) - Der Minister für Verteidigung und Veteranenangelegenheiten, Peter Hafeni Vilho, hat wegen des „andauernden Medienangriffs“ gegen ihn gekündigt und nicht angesichts Korruptionsvorwürfen. Der Ex-Minister hat am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt, nachdem Präsident Geingob ihn wegen Korruptionsvorwürfen vorgeladen hatte (AZ berichtete).

„Meine fortdauernde Mitgliedschaft in der Exekutive ist unhaltbar und nicht im besten Interesse unserer Regierung“, heißt es in Vilhos Kündigungsschreiben. Er habe diese Entscheidung gefasst, nicht weil er „irgendetwas falsch gemacht hat“, sondern vielmehr wegen der fortwährenden Angriffe seitens der Medien. Jene würden ihn von der „sehr wichtigen Arbeit in der Regierung, besonders in den kritischen Bereichen Verteidigung und Sicherheit, ablenken“.

Ferner habe er während des Gesprächs mit Geingob am Dienstag dieser Woche den Präsidenten über eine „Vielzahl von Problemen“ informiert, die dringende Aufmerksamkeit benötigten. „Ich bitte demütig, dass eine forensische Untersuchung der namibischen Streitkräften (NDF) und der Firma August 26 bezüglich der Anschuldigungen im Ministerium eingeleitet wird, damit meine Unschuld bewiesen werden kann“, heißt es.

In einer am Dienstagabend vom Staatshaus veröffentlichen Erklärung heißt es wiederum, dass Geingob die Kündigung des Ministers akzeptiert habe. Vilho bedankte sich bei Geingob „für die Ehre und Gelegenheit“, Namibia als Minister für Verteidigung und Veteranenangelegenheiten gedient zu haben, gleichzeitig zeigte sich der Präsident bei Vilho für „seine Verdienste als Minister für Verteidigung und Veteranenangelegenheiten“ erkenntlich.

Über die Vorwürfe, dass Vilho über ein nicht angemeldetes Bankkonto bei HSBC in Hongkong verfügen und jenes mit illegalen Erträgen in Verbindung stehen soll, sagen beiden Erklärungen nichts.