14 September 2021 | Gesundheit

Hage Geingob gibt 34. Briefing

Swakopmund/Windhoek (er) - Präsident Hage Geingob will um 11 Uhr ein Update über die COVID-19-Lage geben und dabei neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie bekanntgeben. Das 34. Briefing sollte eigentlich gestern stattgefunden haben, allerdings wurde der Termin kurzfristig verschoben. Die aktuellen Corona-Regelungen laufen in der Nacht auf Mittwoch aus.

Angesichts rückläufiger Infektionszahlen werden leichte Lockerungen der Maßnahmen erwartet. Südafrikas Präsident Cyril Rampahosa hatte am Sonntagabend Lockerungen der Auflagen in seinem Land angekündigt, nachdem auch im Nachbarland die dritte Infektionswelle ihren Höhepunkt erreicht haben soll. Die nächtliche Ausgangssperre wurde um eine Stunde gekürzt (von 23 bis 4 Uhr) und Versammlungen sind auf maximal 250 Personen im Innenbereich und 500 Personen im Freien begrenzt. Beerdigungen bleiben aber auf nicht mehr als 50 Personen beschränkt.

Ramaphosa kündigte dabei auch die Absicht an, einen „Impfstoffpass“ einzuführen. Die Immunisierung der erwachsenen Bevölkerung sei eine notwendige Voraussetzung, um die Wirtschaft vollständig wieder zu beleben und eine vierte Infektionswelle zu vermeiden. Details über einen Impfstoffpass nannte der Präsident aber nicht. Er wolle in den kommenden Wochen „weitere Informationen zu dem System geben, das als Impfnachweis für verschiedene Zwecke und Veranstaltungen verwendet werden kann“, sagte er lediglich.

Indes hat sich das hiesige Gesundheitsministerium am Wochenende besorgt gezeigt, dass die Anzahl Personen, die sich impfen lassen, rückläufig ist. „Wenn die Impfung eine wirksame Waffe ist, um den unsichtbaren Feind zu besiegen, warum will man sich dann nicht impfen lassen?“, heißt es im COVID-19-Update. Bis zum 11. September hatten insgesamt 231 283 Namibier eine Dosis eines COVID-19-Impfstoffs bekommen, derweil 141 295 Personen zwei Dosen erhalten haben.