30 November 2017 | Polizei & Gericht

Gericht ordnet finale Liquidierung von SME-Bank an

Windhoek (ms) - Das Obergericht hat die endgültige Liquidierung der insolventen SME-Bank verfügt, die bereits seit geraumer Zeit nicht mehr handeln darf. Richterin Hannelie Prionsloo entsprach damit gestern einem Antrag der Zentralbank (BoN) die zuvor erfolgreich argumentiert hatte, dass es weder Kaufinteressenten für die marode Bank noch Hoffnung auf Rückgewinnung der bei riskanten Investitionsgeschäften verlorenen 174 Millionen N$ gebe, weshalb eine Abwicklung des Finanzhauses im Interesse seiner Kunden und Gläubiger zwingend geboten sei.

Die nebenbeklagten Antragsgegner Metropolitan Bank of Zimbabwe und Eagle Properties, die jeweils 35 Prozent und 5 Prozent Anteile an der SME-Bank halten, hatten sich deren Liquidierung widersetzt.

Die SME-Bank hat seit ihrer Gründung von der Regierung Zuschüsse in Höhe von rund 449 Millionen N$ erhalten, verfügte aber zum Zeitpunkt ihrer vorläufigen Liquidierung nur über Vermögenswerte in Höhe von 998 Millionen N$ der Verbindlichkeiten von 1,16 Milliarden N$ gegenüberstanden, woraus sich ein Fehlbetrag von 162 Millionen N$ ergibt. Die Finanzreserven betrugen zum Zeitpunkt der vorläufigen Schließung nur 3,8 Millionen N$, womit die Bank faktisch bankrott ist.

Obwohl die Antragsgegner gegen das Urteil noch Berufung einlegen können, wollen die Konkursverwalter David Bruni und Ian McLaren nach eigener Aussage sofort die Abwicklung der SME-Bank einläuten und damit Tatsachen schaffen.