02 September 2021 | Politik

Gemeinsame Lösungsansätze

Fünfte Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten veranstaltet

Zahlreiche Teilnehmer wohnen in der kommenden Woche der fünften Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten in Wien bei - so auch Namibia. Ziel ist es, Themen zu besprechen, die dringende internationale parlamentarische Maßnahmen erfordern.

Von Steffi Balzar, Windhoek

Die fünfte Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten findet am 7. und 8. September unter dem Motto: „Parliamentary leadership for more effective multilateralism that delivers peace and sustainable development for the people and planet“ in Wien statt. Das gab die Interparlamentarische Union (IPU) kürzlich schriftlich bekannt. Die Weltkonferenz findet alle fünf Jahre statt und wird von der IPU in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen organisiert. Laut der Webseite des österreichischen Bundeskanzleramtes wird die Konferenz erstmals mit einem nationalen Parlament als Ko-Gastgeber - in diesem Falle Österreich - stattfinden.

Der IPU zufolge werden über 110 Parlamentspräsidenten aus der ganzen Welt in Wien erwartet, nachdem der erste Teil der Konferenz bereits im August vergangenen Jahres virtuell stattfand. Besprochen werden sollen vor allem Themen, die dringende internationale parlamentarische Maßnahmen erfordern, wie die Reaktion auf die Corona-Pandemie, der Klimanotstand, die Bekämpfung von Fehlinformationen, die Beteiligung der Jugend an der Politik und die Gleichstellung der Geschlechter.

Auch Namibia nimmt an der Konferenz teil und wird von dem Vorsitzenden des Nationalrates, Lukas Sinimbo Muha, vertreten. Auf AZ-Nachfrage hieß es aus dem Büro des Vorsitzenden, dass die Welt zu einem globalen Dorf geworden sei, das mit Herausforderungen aber auch Chancen konfrontiert werde, und dass nationale Parlamente weltweit eine Plattform bräuchten, wo sie sich gemeinsam mit diesen Themen befassen könnten. „Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass alles, was einen bestimmten Teil der Welt betrifft, höchstwahrscheinlich auch andere Teile der Welt direkt oder indirekt betrifft“, hieß es ferner. Aus diesem Grunde sei es wichtig, dass alle, und nicht nur Namibia, Teil dieser multilateralen Organisation seien und einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Welt leisten würden.

In den Debatten und Podiumsdiskussionen zu den oben genannten Themen werden die Redner demnach vor allem die Herausforderungen der nationalen Parlamente sowie praktische Lösungsansätze erläutern. „Es ist zu hoffen, dass einige der bewährten Praktiken aus der ganzen Welt von den anderen Mitgliedsstaaten übernommen werden.“ Deshalb sei es wichtig für Namibia, auf der weltpolitischen Bühne präsent und Teil von Organisationen wie der Interparlamentarischen Union sowie anderer multilateralen Organisationen zu sein.