06 Mai 2013 | Kommentar

Freie Stimme – Pflicht fürs Volk

Stefan Fischer Zum Welttag der Pressefreiheit wurde an die Wichtigkeit der Medien erinnert. Aus dieser Rolle erwächst für die Medienschaffenden eine nicht geringe Verantwortung – diese muss vom Bürger überwacht und eingefordert werden, auch das wurde zum Glück erwähnt. Denn auch das ist Teil und Aufgabe (in) einer demokratischen Gesellschaft. Freilich gibt es noch Nachholbedarf bei namibischen Medien, wenn man sich Anspruch und Wirklichkeit vor Augen hält. Ein (hohes) journalistisches Niveau kann u.a. an Objektivität, Faktentreue, Ausgewogenheit und Ethik in der Darstellung gemessen werden. Allerdings: Der "Richter" sollte immer der Leser, Zuhörer oder Zuschauer – also der Bürger – sein. Er hat nicht nur das Recht (auf freie Meinungsäußerung), sondern auch eine Pflicht, bei Verdruss die Medien zur Rechenschaft zu ziehen. Sei es durch direkten Kontakt zu den Medien oder zu Beschwerdestellen wie den Medien-Ombudsmann. Dem Staat steht zwar das gleiche Recht auf (kritische) Meinung zu, er darf sich aber nicht mit Exekutivgewalt in den Medienalltag einmischen. Diese Trennung ist Voraussetzung für die PresseFREIheit, von der die gesamte Gesellschaft profitiert.