29 Juni 2021 | Landwirtschaft

Fehlende Mittel beklagt

Windhoek (NMH/sb) – Fehlende finanzielle Mittel sollen das Staatsunternehmen AgriBusDev laut Angaben einiger Mitarbeiter daran gehindert haben, Projekte vollständig umzusetzen. Ihnen zufolge war das Unternehmen seit 2015 unterfinanziert. „Es wurden Gelder benötigt, um ausreichende Betriebsmittel für AgriBusDev zu beschaffen, damit Dienstleistungen erbracht und Kleinbauern versorgt werden konnten und zusätzliche Traktoren und Geräte erworben sowie veraltete Bewässerungsinfrastrukturen ersetzt oder angepasst werden konnten, die hohe Strom- und Wartungskosten verursacht haben“, so die Mitarbeiter.

Zudem habe das Unternehmen die benötigten Zahlungen auch zu spät erhalten. „Im Jahr 2015 benötigte das Unternehmen 128,8 Millionen N$, um optimale Ergebnisse zu erzielen, es erhielt jedoch nur 26,5 Millionen N$.“ Der Trend der Unterfinanzierung habe sich in den folgenden Jahren fortgesetzt. So habe AgriBusDev im Finanzjahr 2015/16 nur 75 Millionen N$ der eigentlich benötigten 201 Millionen N$ erhalten, im Finanzahr 2019/2020 seien es 87 Millionen N$ anstatt 245 Millionen N$ gewesen.

Die schlechte Finanzierung habe sich auch auf die Projekte des Unternehmens ausgewirkt. So wurden die sogenannten Green Schemes nicht optimal bewirtschaftet. Dies habe zu schlechten Ernten und geringeren Einnahmen geführt. „Daraus ergaben sich beispielsweise unbezahlte Stromrechnungen und verzögerte Gehaltszahlungen“, so die Mitarbeiter ferner.

AgriBusDev soll aufgrund seiner schlechten Verwaltung aufgelöst werden. Die Mitarbeiter sollen laut Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein auf das Landwirtschaftsministerium verteilt werden. Die Mitarbeiter hatten sich zuvor über mangelnde Transparenz beschwert.