09 Mrz 2012 | Lokales

Erstes Geld für Otjivero-Rettung

Windhoek - Eine Woche nach dem Spendenaufruf der BIG-Koalition unter dem Motto "Rettet Otjivero!" sind bereits Zahlungszusagen eingegangen. Das erklärte Uhuru Dempers von der Abteilung für soziale Entwicklung bei der Evangelischen Kirche ELCRN, jetzt auf AZ-Nachfrage.

"Es gab hiesige und internationale Reaktionen; ich habe Anrufe, SMS und E-Mails bekommen, in denen nach der Bankverbindung gefragt wurde", so Dempers. Wie er weiter ausführte, wollten die meisten Menschen langfristig bzw. regelmäßig spenden. Genaue Zahlen von Spendern oder Beträgen konnte er aber nicht nennen.

Das Spendengeld ist für die weitere Auszahlung eines Grundeinkommens (Basic Income Grant, BIG) für die Bewohner des Ortes Otjivero/Omitara vorgesehen, die seit über zwei Jahren im Rahmen einer Brückenfinanzierung 80 N$ pro Person und Monat bekommen. Für aktuell 930 Bewohner benötige man 74400 Namibia-Dollar pro Monat. Vor kurzem war der BIG-Koalition das Geld dafür ausgegangen, deshalb startete Bischof Zephania Kameeta einen Spendenaufruf. Zugleich appellierte er an die Regierung, das BIG-Projekt landesweit zu übernehmen und aus dem Staatshaushalt zu finanzieren (AZ berichtete).

Neben einem namibischen Konto wird auf dem aktuellen Spendenaufruf auch eine Bankverbindung in Deutschland (H+G Bank Heidelberg) mit dem Kontoinhaber "Blumhardt-Gemeinde HD-Kirchheim" genannt. Deutsche Kirchengemeinden haben in der Vergangenheit viel Geld an die BIG-Koalition gespendet, die bereits 2008 und 2009 im Rahmen eines Pilotprojekts ein Grundeinkommen von 100 N$ pro Monat an alle ca. 1000 Einwohner von Otjivero ausgezahlt hat.

Der Wortlaut des Appells mit den Bankverbindungen in Namibia und Deutschland ist auf der AZ-Webseite (www.az.com.na) unter diesem Beitrag nachzulesen.
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