06 September 2016 | Kommentar

Eine Patrone ist eine zu viel

Wer eine Patrone ohne Lizenz besitzt, macht sich ebenso strafbar, wie jemand, der Magazine voller Patronen und automatische Waffen illegal bei sich hat. Derjenige mit vielen Waffen und Patronen kann erheblichen Schaden anrichten, aber auch eine einzige Patrone in den Händen eines Unbefugten (Kind) oder z.B. in einem unvorhergesehenen Brand kann jemanden verletzen oder gar töten. Wer lizenzierte Waffen und Munition hat, muss einen gesetzlich vorgeschriebenen sicheren Aufbewahrungsort vorweisen, was meist nicht bei illegalem Besitz der Fall ist. Militärische Waffen, Munition und Sprengsätze brauchen besonders gut gesicherte Orte zur Aufbewahrung, die meist niemand hat, der sogenannte zivile Waffen und Munition besitzt. Automatische Waffen, Maschinengewehre und -pistolen sind nicht für den zivilen Gebrauch und sollten deshalb nicht in Privatbesitz sein. Viele ältere Namibier sind mit diesen Waffen vertraut, da sie vor der Unabhängigkeit während des Buschkrieges auf beiden Seiten eingesetzt wurden. Jetzt brauchen wir jedoch diese nicht als Souvenirs in unseren Schränken, denn sie sind potenzielle Gefahren und deshalb sollte jeder, der welche besitzt, das Amnestieangebot nutzen und sich von diesen Dingen trennen, im Sinne des Friedens und der Sicherheit für die Mitmenschen. Eine Patrone ist eine zu viel!

Kriegswaffen gehören entsprechend gesichert in ein Museum oder in die Hände von Militär und Polizei. Die Personen in Uniform müssen für jeden Bürger ein Vorbild in der Handhabung von Waffen und Munition sein. Bei Missbrauch müsste noch viel strenger aufgetreten werden, als wenn Zivilisten diese Waffen und Munition illegal besitzen.

Dirk Heinrich