10 Juni 2021 | Sport

DOSB-Spitze um Hörmann stellt Vertrauensfrage

Frankfurt/Main (dpa) - In der Krise beim Deutschen Olympischen Sportbund stellen Verbandschef Alfons Hörmann und das weitere Präsidium kurz nach den Sommerspielen und Paralympics in Tokio in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Vertrauensfrage. Diese Konsequenz aus den schweren Vorwürfen aus dem Mitarbeiterkreis gegen die Führung des Dachverbandes teilte der DOSB am Donnerstag nach dreitägigen Beratungen mit. Die Paralympics enden am 5. September. Zuvor hatte die Ethikkommission nach Prüfung der Anschuldigungen eine vorgezogene Abstimmung der Mitglieder über die gewählte DOSB-Führung gefordert.
Sollten die Mitglieder dem Präsidium das Vertrauen entziehen, könnte es vorgezogene Neuwahlen geben. Turnusgemäß stünden erst auf der Mitgliederversammlung 2022 Wahlen auf der Tagesordnung. Der aus Bayern stammende Wirtschaftsmanager Hörmann ist seit Dezember 2013 Chef des DOSB. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Kritik an seiner Amtsführung gegeben.