06 Februar 2020 | Afrika

Deutsche Handelsbeziehungen mit Südafrika und Angola

Johannesburg (dpa) - Südafrika als bedeutendste Volkswirtschaft Afrikas nach Nigeria ist Deutschlands größter Handelspartner auf dem Kontinent. Am Kap produzieren alle deutschen Automobilbauer, aber auch Konzerne wie Siemens, Bosch, Continental, Dr. Oetker oder der Medizintechnikhersteller Braun. Rund 600 Firmen sind dort tätig - das Land ist zudem ein beliebtes deutsches Tourismusziel. „Von den weltweiten Exporten gehen etwa zwei Prozent nach Afrika - und davon etwa 1,2 Prozent nach Südafrika“, sagt Frank Aletter von der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika.
2018 lag der Anteil der gesamten deutschen Exporte nach Afrika bei 1,7 Prozent - davon wiederum entfielen 39 Prozent auf Südafrika. Nach den bisherigen Zahlen der Kammer dürfte 2019 in den bilateralen Handelsbeziehungen das drittbeste Jahr seit Ende der Apartheid werden. Die deutschen Importe aus Südafrika lagen bis September 2019 bei knapp sieben Milliarden, die Exporte dorthin bei 7,3 Milliarden Euro.
Das rohstoffreiche Angola dagegen stellt für deutsche Firmen noch einen weißen Fleck auf der Landkarte dar. „Die größte Herausforderung sind die restriktiven Devisenbestimmungen des Landes“, sagt Aletter. Er spricht aber von interessanten Weichensetzungen. Bis September 2019 exportierte Angola für 100 Millionen Euro nach Deutschland, der Warenwert in umgekehrter Richtung lag bei etwa einer Million Euro.