01 Oktober 2018 | Tourismus

Das Überleben der wüstenangepassten Nashörner gewährleisten

Es ist unerlässlich, unsere natürlichen Ressourcen zu schützen, nicht nur, weil der Tourismus eines der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine Namibias ist, sondern auch, damit sie den nächsten Generationen erhalten bleiben. Doch sind einige unserer natürlichen Ressourcen in großer Gefahr. Laut Statistik werden in Afrika jeden Tag fast drei Nashörner illegal getötet. Während der illegale Handel mit Nashorn einen lukrativen Schwarzmarkt in Asien beflügelt, ist die Situation in Afrika kritisch geworden. Es wird geschätzt, dass Nashörner innerhalb des nächsten Jahrzehnts ausgestorben sein könnten, wenn im derzeitigen Tempo weiter gewildert wird.

In Namibia gibt es eine gemeinnützige Organisation, die wüstenangepassten Spitzmaulnashörner schützt. Der Save the Rhino Trust (SRT) wurde 1982 gegründet um diese spezielle Population im Nordwesten Namibias (Kunene-Region) vor dem Aussterben zu bewahren.

Eine der Hauptaufgaben von SRT ist es, den gesamten Kunene-Bereich konsequent zu überwachen, was keineswegs einfach ist. Auf einer Fläche von 25 000 km² ohne Nationalparkstatus, Zäune und Kontrolle darüber, wer sich in dem Gelände befindet, ist es eine gewaltige Herausforderung. Dazu kommt, dass ein Großteil schwer zugänglich ist. Um dieses Gebiet zu überwachen, setzt SRT einheimische Fährtenleser ein, die die Umgebung kennen. Täglich legen sie bis zu 45 Kilometer zu Fuß zurück. Nachts schlafen sie im Freien, nur um am nächsten Tag weiter zu patrouillieren. Die Anwesenheit dieser unermüdlichen Fährtenleser ist entscheidend für das Überleben des Spitzmaulnashorns. Ihre Bemühungen haben sich gelohnt, und seit 2013 konnte die Wilderei im Einsatzgebiet von SRT um 80% reduziert werden.